Erste Zertifikate der Internationalen Schule für Holocaust-Studien für Lehrer und Multiplikatoren aus Mecklenburg-Vorpommern
Die ersten 23 Pädagogen und Multiplikatoren aus Schulen und Partnereinrichtungen Mecklenburg-Vorpommern haben heute ein Zertifikat für ihren Fortbildungslehrgang an der Internationalen Schule für Holocaust-Studien Yad Vashem erhalten. Es ist die erste Gruppe, die sich in einem zehntägigen Kurs in Jerusalem ganz unmittelbar mit der jüdischen Geschichte und den deutsch-israelischen Beziehungen auseinander gesetzt hat.
27.07.2007 Mecklenburg-Vorpommern Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-VorpommernBildungsminister Henry Tesch, auf dessen Initiative im Februar 2007 eine Vereinbarung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur mit der Internationalen Schule für Holocaust-Studien Yad Vashem über die gemeinsame Fortbildung von Pädagogen und Multiplikatoren geschlossen wurde, hat sich in Jerusalem selbst ein Bild von den Seminarangeboten dieser Gruppe gemacht:
"Ich bin sicher, dass das Konzept dieser Fortbildung aufgeht. Die Teilnehmer haben mir bestätigt, dass die ganz unmittelbaren Begegnungen mit Menschen, die den Holocaust und seine Folgen überlebt und erlebt haben, ihnen für ihre eigene pädagogische Arbeit mit diesem Thema äußerst hilfreich sind. Außerdem bietet Yad Vashem als Gedenkstätte und als wissenschaftliches Zentrum für die Aufarbeitung des Holocaust mit dem riesigen Fundus an Informationen einzigartige Möglichkeiten, sich intensiv und sehr emotional mit der Thematik auseinander zu setzen. Es ist für die Teilnehmer ein sehr anspruchsvolles Programm, das seine Wirkung nicht verfehlen wird." Dem schloss sich der deusche Botschafter Israels, Dr. Herold Kindermann, an, der gemeinsam mit Minister Tesch mit den Kursteilnehmern aus Mecklenburg-Vorpommern ins Gespräch kam. Er bezeichnete diese Fortbildungsreihe als Schlüsselprojekt, das einen wesentlichen Beitrag zur Vermittlung über ein autentisches Bild von Israel leisten werde.
Mecklenburg-Vorpommern ist das erste Bundesland, das auf Regierungsebene eine Fortbildungsvereinbarung mit Yad Vashem geschlossen hat und entsprechend fördert. Mit Nordrhein-Westfalen gibt es einen ähnlichen Vertrag auf anderer Grundlage. Weitere Bundesländer haben bereits ihr Interesse angekündigt.
Bildungsminister Tesch bedankte sich bei der Seminarleiterin von Yad Vashem, Dr. Susanne Urban, für den erfolgreichen Auftakt dieser Fortbildung. In einer ersten Auswertung vereinbarten sie für November eine Nachbereitung und für das Frühjahr 2008 ein Vorbereitungsseminar für die nächste Delegation.
Der Direktor des europäischen Departements, Doron Avraham, machte Minister Tesch darauf aufmerksam, dass die Internationale Schule für Holocaust-Studien Schulprojekte zu diesem Thema in Mecklenburg-Vorpommern fördern kann. Die besten Projekte werden anschließend im Internet präsentiert. Um ausgehend von der Fortbildung ein Netzwerk zu schaffen, kündigte Direktor Avrahem an, künftig zwei Kursteilnehmern aus Mecklenburg-Vorpommern auch die Teilnahme an einem internationalen Seminar von Yad Vashem zu ermöglichen.
Mehr Informationen auch unter www.yadvashem.org.
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