Es entfallen weniger Stunden ersatzlos

Die Anzahl der Unterrichtsstunden, die im laufenden Schuljahr ersatzlos ausfielen, ist deutlich niedriger als die im Schuljahr 1999/2000. Dies ergab die Auswertung zweier Vergleichserhebungen in diesen beiden Schuljahren. "Ich bin sehr froh", so Kultusminister Siegfried Schneider, "dass die Anzahl der Unterrichtsstunden, die ohne Ersatz entfallen, in den vergangenen Jahren gesenkt werden konnte." Im Schuljahr 1999/2000 war letztmals im Freistaat eine repräsentative Erhebung zum Unterrichtsausfall während zweier längerer Zeiträume durchgeführt worden.

19.05.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

1,7 Prozent des Unterrichts an Volksschulen fiel im laufenden Schuljahr ersatzlos aus, im Schuljahr 1999/2000 lag die Quote noch bei 2,3 Prozent. An Volksschulen zur sonderpädagogischen Förderung beläuft sich die Anzahl der entfallenen Stunden im laufenden Schuljahr auf 0,7 Prozent gegenüber 2,4 Prozent im Vergleichszeitraum. 2,8 Prozent des Unterrichts entfiel in den Realschulen im Schuljahr 2005/2006, 1999/2000 waren es 3,6 Prozent. Bei den Gymnasien hielt sich die Quote des Unterrichts, für den keine Vertretung möglich war, auf einem ähnlichen Niveau wie 1999/2000. Im laufenden Schuljahr lag diese bei 4 Prozent, sechs Jahre zuvor bei 3,9 Prozent. Der Unterrichtsausfall in den Klassen 5 bis 10 fiel 2005/2006 mit 3,1 Prozent merklich niedriger aus.

Während des laufenden Schuljahres hat das Bayerische Kultusministerium in zwei Zeitspannen, nämlich vom 28. November bis 9. Dezember 2005 und vom 20. bis 31. März 2006, den Unterrichtsausfall an den Schulen im Freistaat erhoben.

"Die Erhebung hatte ich in Auftrag gegeben, weil ich die Anfragen von Eltern sehr ernst nehme, die den Ausfall von Unterricht moniert hatten", betonte Kultusminister Siegfried Schneider.

Die Auswahl der Schulen für die Erhebung war unter dem Gesichtspunkt der Repräsentativität erfolgt. Bei der Untersuchung im laufenden Schuljahr waren 237 Volksschulen, 23 Volksschulen zur sonderpädagogischen Förderung, 51 Realschulen, 71 Gymnasien, 18 Fachoberschulen, 17 Berufsoberschulen, 5 Wirtschaftsschulen, 30 Berufsschulen und 41 Berufsfachschulen sowohl in städtischen wie auch ländlichen Regionen einbezogen worden.

Im Schuljahr 1999/2000 waren 247 Volkschulen, 21 Volksschulen zur sonderpädagogischen Förderung, 46 Realschulen und 71 Gymnasien berücksichtigt worden. Damals waren ebenfalls zwei mehrwöchige Zeiträume ausgewählt, um den Unterrichtsausfall zu erheben.

Im Schuljahr 2005/2006 wurden zusätzlich die Berufs- und Fachoberschulen, die Wirtschaftsschulen, die Berufsschulen und die Berufsfachschulen einbezogen. Der Anteil der dort ersatzlos entfallenen Stunden lag an den Fachoberschulen bei 1,4 Prozent, den Berufsoberschulen bei 1,1 Prozent, den Wirtschaftsschulen bei 3 Prozent, den Berufsschulen bei 1,8 Prozent und den Berufsfachschulen bei 1,9 Prozent.

Ziel des Kultusministeriums bleibt es, die Unterrichtsversorgung sicher zu stellen. Aber es wird nicht immer möglich sein, jeglichen Ausfall von Unterrichtsstunden zu vermeiden.

"Auch im Schuljahr 2006/2007 werden wir große Anstrengungen unternehmen, damit der vorgesehene Unterricht für die Schülerinnen und Schüler gehalten wird", so Kultusminister Schneider.

Zur Umsetzung dieses Zieles tragen die Beschlüsse des Kabinetts und des Bayerischen Landtags bei: Für Realschulen und Gymnasien werden 200 zusätzliche Stellen bereitgestellt; außerdem werden 300 Stellen, die auf ein Jahr befristet waren, weiter geführt. Aufgrund der rückläufigen Schülerzahlen an den Hauptschulen werden von dort zusätzlich rund 400 Stellen in die Realschulen und Gymnasien verlagert.


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