"Es geht nur gemeinsam"
(bikl) Der Vorsitzende des Bundeselternrats, Wilfried Steinert, hat sich für ein Bundesbildungsgesetz ausgesprochen und eine weitere Kleinstaaterei in der Bildungspolitik entschieden abgelehnt. Im Deutschlandradio Kultur sagte Steinert heute, dass in Kooperation von Bund und Ländern Eckdaten ausgearbeitet werden müssten, in deren Rahmen sich die einzelne Schule in Deutschland entwickeln könne.
13.09.2005 ArtikelDie Bildungsstandards seien bereits ein wichtiger Schritt in diese Richtung, sie müssten aber vom Bund mit begleitet werden, erklärte Steinert. Zusätzlich forderte er Standards für die Ausbildung der Lehrer und verwies auf ein Modell, das der Bundeselternrat in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag vorgestellt habe. Aber, so Steiner: "Bisher hat noch keine Universität das aufgegriffen."
Nach diesem Modell soll bereits vor dem Beginn des Studiums geprüft werden, ob ein Kandidat für die Arbeit mit Kindern geeignet sei. Ebenso sollten die Studenten schon im Studium Unterrichtserfahrungen sammeln.
Wörtlich erklärte der Bundeselternratsvorsitzende: "Wir sind eigentlich in den letzten Jahren in dem Glauben gewesen, dass es in Deutschland ganz gut geht. Pisa hat uns wachgerüttelt. Eigentlich könnten wir es schon seit Jahrzehnten wissen, dass es bergab gegangen ist." Er warnte davor, das Bundesbildungsministerium ganz abzuschaffen: "Wir brauchen starke Persönlichkeiten, die Bildung in Deutschland voranbringen, auf Bundesebene und Länderebene. Es geht nur gemeinsam."
Keine Kommentare vorhanden