Schulpartnerschaften

"Europa wächst schon in der Schule zusammen"

Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh hat die Bedeutung von Schulpartnerschaften für die deutsch-französischen Beziehungen hervorgehoben.

17.01.2013 Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

"Europa wird durch die Begegnung der Schülerinnen und Schüler bereits früh und unmittelbar erfahrbar. Durch den Austausch und gegenseitige Besuche leisten die Schulen hier einen wesentlichen Beitrag für das bessere Kennenlernen und das gegenseitige Verständnis", erklärte er am 17. Januar anlässlich des Jubiläums zum 50. Jahrestag des Élysée-Vertrages. Dazu dient auch der Deutsch-Französische Tag, der in diesem Jahr in der Zeit um den 22. Januar an Schulen im Land begangen wird. "Europa wächst hier schon in der Schule zusammen."

Die Begegnungen der jungen Leute untereinander würden aber nicht nur den Fremdsprachenkenntnissen und dem gegenseitigen Verständnis dienen, sondern ebenfalls der eigenen Entwicklung. Das fördere letztlich auch ihre Möglichkeiten später im Beruf. "In einem zusammenwachsenden Europa sind solche Erfahrungen sehr wertvoll", betonte der Minister.

Hintergrund des Jubiläumsjahres ist die Unterzeichnung des Élysée-Vertrages am 22. Januar 1963 durch Frankreichs Präsident Charles de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer. Mit dem Vertrag, der nach dem Amtssitz des französischen Staatschefs benannt ist, wurde die Versöhnung der beiden Länder besiegelt. In der Folge entstanden auch Städte- und Schulpartnerschaften. Aus diesem Anlass rücken in diesem Jahr die deutsch-französischen Beziehungen in besonderer Weise in den Blickpunkt.

Auch in Sachsen-Anhalt beteiligen sich zahlreiche Schulen am Festjahr und dem Deutsch-Französischen Tag. So ist in Halle am 22. Januar eine Videoschaltkonferenz der Latina August Herrmann Francke mit der Partnerschule Lycée Paul-Louis Courier in Tours vorgesehen. Bereits am Vortag (21. Januar) steht zusammen mit den französischen Partnern des Lycée Racine Paris die Gestaltung eines gemeinsamen Konzertes an der Sorbonne in Paris auf dem Programm.

Gleich mehrere Veranstaltungen sind auch am Winckelmann-Gymnasium in Stendal vorgesehen. Am 22. Januar trifft sich die Schuljury des "Prix des Lycéens", um ihren Favoriten unter den französischen Jugendbüchern zu wählen. Am 25. Januar wird das französische Théâtre Anima mit dem Stück "Molière oder die Suppe des Mannes" für die Schüler der 10. bis 12. Klassen spielen. Zum Abschluss der Woche findet am 26. Januar die DELF-Prüfung (Zertifizierungsprogramm für Französisch) statt, zu der sich allein 17 Schüler des Winckelmann-Gymnasiums angemeldet haben.

Ebenfalls in Stendal gibt es am 21. Januar in der Berufsbildenden Schule I eine Festveranstaltung aus Anlass des Jubiläums mit der Partnerschule Lycée Albert Bayet, bei der neben Grußworten auch eine Theateraufführung und eine Ausstellung geplant sind. Die Sekundarschule "Helene Lange" in Bitterfeld Wolfen schließlich plant mit dem Collége Albert Camus in Vierzon ein gemeinsames Radio-Projekt und eine deutsch-französische Woche.

Darüber hinaus sind nicht nur die Französischlehrer, sondern auch andere Lehrkräfte aufgerufen, das Thema aufzugreifen und im Unterricht mit zu berücksichtigen. In Sachsen-Anhalt unterhalten derzeit 65 Schulen lebendige Partnerschaften mit Bildungseinrichtungen in Frankreich.


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