Europäischer Computerführerschein für Schülerinnen und Schüler

Schülerinnen und Schülern in Rheinland-Pfalz haben in Zukunft die Möglichkeit, den Europäischen Computerführerschein (ECDL) direkt an ihren Schulen zu erwerben. Bildungsstaatssekretär Michael Ebling und der Geschäftsführer der Dienstleistungsgesellschaft für Informatik (DLGI), Thomas Michel, haben dazu heute eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet. Der Computerführerschein bescheinigt PC-Anwenderinnen und PC-Anwendern in insgesamt sieben Lernfeldern "solide Grundkenntnisse im IT-Bereich".

29.01.2007 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Der ECDL ist Teil eines landesweiten freiwilligen Fortbildungsangebots für Schulen im Bereich der Informationstechnologie. Lehrkräfte können dabei die Unterrichtserlaubnis "Informatische Bildung" erwerben und sich als ECDL-Trainerinnen und -Trainer qualifizieren. Schulen können als ECDL-Prüfungszentren anerkannt werden und somit selbst die Prüfungen zum Erwerb des ECDL für ihre Schülerinnen und Schüler durchführen. Diese können mit dem Europäischen Computerführerschein dann einen international anerkannten Nachweis für eine wichtige Zusatzqualifikation zu günstigen Konditionen erwerben.

"Dieses zusätzliche Angebot ist ein weiterer Beitrag, um anerkannte Standards in der informationstechnischen Bildung an Schulen in Rheinland-Pfalz abzusichern, über die junge Menschen beim Eintritt in das Berufsleben oder in ein Studium heute verfügen sollten", betonte Bildungsstaatssekretär Michael Ebling. Die Informations- und Kommunikationstechniken seien in den allgemeinbildenden Schulen und in den Bildungsstandards bereits fest verankert. Auch die Hard- und Software-Ausstattung der Schulen in Rheinland-Pfalz habe sich in den letzten Jahren stetig und deutlich verbessert. Die jetzige Vereinbarung ergänze zudem die Fortbildungsangebote im IT-Bereich auf Landesebene, an denen alleine in dem Kooperationsprojekt mit der Firma Intel bisher 16.000 Lehrkräfte teilgenommen hätten. Ebling ergänzte: "Für besonders wichtig halte ich aber, dass Schülerinnen und Schüler, die ein solches internationales Zertifikat besitzen, verbesserte Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben." DLGI-Geschäftsführer Thomas Michel unterstrich: "IT-Kenntnisse werden in vielen Stellenausschreibungen gefordert. Die Arbeitgeber wissen jedoch meist nicht genau, welche EDV-Kenntnisse Bewerberinnen und Bewerber wirklich mitbringen. Der ECDL als führender international anerkannter Prüfungsstandard für Computerwissen bietet da mehr Klarheit und Sicherheit."

Mit der jetzt unterzeichneten Rahmenvereinbarung werden die pädagogischen Serviceeinrichtungen bei der Bildung von regionalen IT-Zertifizierungszentren in Schulen und die Schulen selbst organisatorisch unterstützt. Die DLGI stellt unter anderem Informationsmaterial zur Verfügung, beteiligt sich an der Weiterbildung von Lehrkräften zu "ECDL-Tutoren" und bietet teilnehmenden Schulen Preisnachlässe bei den Lizenzgebühren.


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