Fachoberschule: Das "Kernstück der Schulstrukturreform" verdient Unterstützung!
Der Verband Deutscher Realschullehrer (VDR) begrüßt, dass die Ministerin mit ihrem zweiten Besuch einer Fachoberschule (FOS) zum Schuljahresbeginn unterstreicht, dass ihr diese Schulart besonders am Herzen liegt.
19.08.2013 Pressemeldung Verband Reale BildungDie Anbindung der FOS an die Realschule plus hat Doris Ahnen stets als Kernstück der Schulstrukturreform bezeichnet. Mit einem direkten Zugang von der Realschule zur Fachhochschule wurde eine langjährige Forderung des VDR weitgehend erfüllt.
"Bei der ministeriellen Begeisterung für das ´Plus` an der Realschule plus hätten sich die Betroffenen allerdings etwas mehr praktische Unterstützung für das Projekt gewünscht" merkt VDR-Chef Bernd Karst kritisch an. Als Schulleiter einer Realschule plus mit FOS kennt er die die Praxis. So wurde an jeder FOS nur einer Lehrkraft pro Fach erlaubt, sich für den Unterricht in der Oberstufe weiter zu qualifizieren. Für die Hauptfächer in zwei Jahrgangsstufen müssten an jedem Standort aber mindestens jeweils zwei Lehrkräfte die Unterrichtsbefugnis für die Sekundarstufe II haben, um im Krankheitsfall die Vertretung sicher zu stellen und einen Zweitkorrektor für die Abschlussprüfung zur Verfügung zu haben.
Die bei anderen Oberstufenangeboten speziell auch für die Schulleitung üblichen besonderen Arbeitszeit- und Besoldungsbedingungen sind für die Realschulen plus mit FOS noch immer weitgehend ausgeklammert. Hier besteht für das Ministerium Handlungsbedarf.
Die Praxis hat außerdem gezeigt, dass an der FOS Jugendliche aus sehr unterschiedlichen Schulen und damit mit sehr unterschiedlichen Vorkenntnissen angemeldet werden. Um allen einen erfolgreichen Besuch der FOS zu ermöglichen, sind zusätzliche Fördermaßnahmen notwendig.
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