Falsche Schlussfolgerungen aus PISA?
(bikl) "Pisa wirft grundlegende Fragen auf, die über den wissenschaftlichen Rahmen hinausgehen. Ergebnisse international vergleichender Bildungsstudien sollten nicht ungeprüft übernommen werden. Eine sachgerechte Behandlung der Thematik wäre zu wünschen." So lautet das Resümee der Dissertation "PISA - Eine statistisch-methodische Evaluation" von Frank Gaeth.
01.09.2005 ArtikelDarin setzt sich der Autor kritisch mit den internationalen Pisa-Tests und ihrer Übertragung auf Deutschland auseinander. Eine seiner Aussagen: Die Ergebnisse der Pisatests seien nicht vergleichbar und es seien daher falsche Schlussfolgerungen gezogen worden.
Manfred Prenzel, Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) an der Universität Kiel und Leiter der Pisa-Studie 2003 in Deutschland erklärte dazu heute in einem Gespräch mit dem Tagesspiegel: "Die Dissertation spiegelt die Misere wider, auf die Timss und Pisa aufmerksam gemacht haben: In Deutschland wird viel gerechnet, aber wenig nachgedacht. Offensichtlich wurde die Studie auch nicht richtig gelesen. So geht die Kritik, die auf viel Papier ausgeführt wird, an der Studie vorbei. Leider findet man in der Arbeit auch keine Anregungen, wie man eine Studie wie Pisa in Zukunft verbessern könnte."
Eigentlich sollten die wesentlichen Ergebnisse der Dissertation von Frank Gaeth in einer Veranstaltung am 2. September 2005 in der Freien Universität Berlin vorgestellt und die Diskussion dazu live im Internet übertragen werden. Dieser Termin wurde jedoch jetzt auf den November verschoben.
Weiterführende Links:
[Online-Version der Dissertation]
[Interview im Tagesspiegel]
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