Falter, Mücken, Muscheln
Sieben junge Wissenschaftler werden Bremen beim 41. Bundeswettbewerb von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb vertreten. Sie überzeugten die Jury beim Landesentscheid, der gestern in der Hansestadt mit der Preisverleihung zu Ende ging. 140 Jugendliche präsentierten insgesamt 74 Projekte in den sieben Jugend forscht Fachgebieten.
10.03.2006 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.Den Landessieg im Fach Biologie errang Carsten Reinhard vom Schulzentrum Bürgermeister Smidt mit dem Projekt "Tagfaltermonitoring als Grundlage für Maßnahmen zur Steigerung der Biodiversität". Bei seinen Untersuchungen entdeckte der 18-Jährige nicht nur eine Reihe von Schmetterlingsarten, die in Norddeutschland bisher noch nicht dokumentiert worden waren. Er zeigte auch konkrete Maßnahmen zur Steigerung der Artenvielfalt auf.
Durch Oberflächenuntersuchungen versuchte Irena Czycholl (18) "Das Geheimnis des Perlmutt" zu lüften. Mit ihrer Arbeit siegte die Jungforscherin vom Schülerzentrum Hamburger Straße im Fachgebiet Chemie. Die 18-Jährige erzielte unter anderem neue Erkenntnisse zum geringen Algenbewuchs von Muscheln. Künstlich hergestellt würde sich Perlmutt infolge dieser Eigenschaft beispielsweise für den Einsatz in der Schifffahrt eignen.
Simon Schmitt vom Kippenberg Gymnasium ist der Landessieger im Fachgebiet Mathematik/Informatik. Der 18-Jährige konnte sich mit einem Projekt zur "Akustischen Mückenjagd" durchsetzen. Sein selbst entwickeltes Computerprogramm ermöglicht es, die Plagegeister mittels mehrerer im Raum platzierter Mikrofone genau zu lokalisieren.
Im Fachgebiet Technik siegte Anika Behrens vom Schülerzentrum Alwin-Lonke-Straße. Die 16-Jährige untersuchte den Einsatz von Linsen in Sonnenkollektoren, um Solarenergie zukünftig effizienter und kostengünstiger nutzen zu können. Weiterhin erhielt Matthias Lienert (18) vom Gymnasium Kippenberg den 1. Preis im Fachgebiet Physik für seine Arbeit "Chaotische Schwingungen beim Feder-Fadenpendel".
Den Preis für die beste interdisziplinäre Arbeit erhielten Rasmus Rothe (16) und Jan Hillebrand (16) vom Schulverbund Lesum. Mit ihrer Technik-Arbeit "irOS – independent robot Operating System" qualifizierten sie sich ebenfalls für das Bundesfinale. Das von den Jungforschern entwickelte Betriebssystem soll das Programmieren und Steuern von Robotern vereinfachen.
Nach den Landesentscheiden im März und April findet das Finale der 41. Wettbewerbsrunde vom 18. bis 21. Mai 2006 in Freiburg statt. Der Bundeswettbewerb wird gemeinsam veranstaltet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Sick AG.
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