Feed-back-Kultur in Schulen statt Internet-Mobbing

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hält das Urteil des Oberlandesgerichts Köln zur Internetplattform "spickmich.de" für ungeeignet, den Dialog zwischen Schülern und Lehrern zu fördern und eine notwendige "feed-back-Kultur" für mehr Qualität in Schule und Unterricht zu entwickeln. Die anonyme und höchst selektive Bewertung einzelner Lehrpersonen ist für die Gewerkschaft nicht hinnehmbar. Im Interesse der betroffenen Lehrkräfte wird die GEW versuchen, die rechtlichen Handlungsmöglichkeiten gegen Internetmobbing voll auszuschöpfen. Vom Schulministerium wird erwartet, dass es voll und ganz seiner Fürsorgepflicht nachkommt. Gleichwohl betont die GEW, dass das Recht auf Meinungsfreiheit auch in der Schule zu garantieren ist.

27.11.2007 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen

"Wir brauchen den unvoreingenommenen Dialog zwischen Schülern und Lehrern. Das Medium Internet ist für schulinternes feed-back und Selbstevaluation nicht geeignet", erklärte heute GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber in Essen. Solche Internetplattformen seien nicht hilfreich, aus dem derzeitig vielfach belasteten Klima an den Schulen wieder eine Atmosphäre des Vertrauens und des gegenseitigen Respekts zu machen. "Viele Kolleginnen und Kollegen sind stark verunsichert. Sie brauchen Schutz und konkrete Hilfestellung auch seitens des Schulministeriums."

Nach Auffassung der GEW steht es auch in der Verantwortung, durch Lehrerfortbildung und qualifizierte fachliche Beratung für Selbstevaluation und "feed-back-Kultur" in der Schule zu sorgen.


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