Ferienspaß für frühe Forscher: Deutsche Telekom Stiftung fördert naturwissenschaftliches Sommercamp für Kieler Grundschüler

25 Grundschülerinnen und -schüler aus Kiel-Gaarden gehen in den Sommer- und den Herbstferien auf Entdeckungsreise: Während ihrer "Forscher Ferien" erkunden die Drittklässler alltägliche Phänomene aus der Natur, aber auch aus dem Gebiet der Meeresforschung. Sie lernen, wie sich Fledermäuse im Dunkeln orientieren und wann Vulkane ausbrechen. Die kostenlose Expedition wird von der Deutsche Telekom Stiftung ermöglicht, die das Gesamtprojekt mit insgesamt 180.000 Euro fördert. Konzipiert und wissenschaftlich geleitet wird das Vorhaben von Prof. Dr. Reinhard Demuth, Direktor der Abteilung Didaktik der Chemie am Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) in Kiel.

06.07.2006 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Die Teilnehmer der "Forscher Ferien" kommen aus verschiedenen dritten Klassen der Hans-Christian-Andersen Grundschule in Kiel-Gaarden, einem von der Europäischen Union als "benachteiligtes städtisches Gebiet" eingestuften Stadtteil. "Mit dem Projekt möchten wir gerade Kinder aus schwieriger Umgebung dabei unterstützen, ihr Bildungspotenzial voll auszuschöpfen", erklärt Dr. Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Deutsche Telekom Stiftung. "Während der Forscher Ferien werden sie nicht nur ihren natürlichen Wissensdurst stillen können, sondern auch wichtige Kompetenzen im Bereich der Naturwissenschaften erwerben, auf die sie im weiteren Verlauf der Bildungskette aufbauen können." Die Stiftung finanziert das Pilotvorhaben in diesem Jahr, die Hauptuntersuchung im kommenden Jahr und einen Teil der wissenschaftlichen Evaluation.

"Mit den Forscher Ferien wollen wir versuchen, vorhandene Wissensdefizite bei den Kindern auszugleichen", bestätigt Projektleiter Demuth. "Diese Förderung der naturwissenschaftlichen Kompetenz kommt den Kindern in ihrer gesamten Entwicklung zugute. Zusätzlich zum Erwerb von Wissen erfahren sie Teamarbeit und Erfolg."

"In keinem anderen Land Europas sind Bildungschancen so stark an die soziale Herkunft gebunden wie bei uns in Deutschland. Die Forscher Ferien können dabei helfen, diese Situation zu verbessern", begründet Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave die Unterstützung des Projekts durch ihr Haus. Darüber hinaus ist nach Ansicht der Ministerin die Stärkung der naturwissenschaftlichen Grundbildung schon in der Grundschulzeit eine wesentliche Herausforderung für alle an Schule Beteiligten. Sie dankte der Telekom-Stiftung für das Engagement und bezeichnete das Projekt als herausragendes Beispiel für ein verantwortungsbewusstes und zukunftsorientiertes Private Public Partnership.

Der erste Teil der Forscher Ferien findet in den Sommerferien vom 10. bis 28. Juli statt, der zweite Teil in den Herbstferien vom 16. bis 20. Oktober. Neben den Angeboten in den Räumlichkeiten des IPN werden als Projektpartner der Wildpark Eekholt, das Leibniz-Institut für Meereswissenschaften an der Universität Kiel (IFM-Geomar) und das Zoologische Museum der Universität Kiel angesteuert. Überall erleben die Kinder Naturerscheinungen, können sie experimentieren, beobachten, erforschen, diskutieren, lesen, schreiben oder zeichnen. Einer der Höhepunkte der Forscher Ferien ist die Nacht der Fledermäuse. Hier erfahren die Kinder im Zoologischen Museum Kiel, wie die lichtscheuen Tiere in der Dunkelheit ihre Sinne zur Orientierung einsetzen.

Die Auswertung des Pilotprojekts erfolgt im nach Abschluss im Herbst 2006 durch Prof. Demuth und sein Team. Erste Ergebnisse werden zum Jahresende vorliegen.


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