Flath für Transparenz beim Schul-Tüv
Sachsens Kultusminister Steffen Flath hat sich für Transparenz beim Schul-Tüv ausgesprochen. "Schulleiter sollten die Berichte der Gutachter nicht im Panzerschrank der Schule verschwinden lassen", sagte Flath vor dem Landtag in Dresden. Er sprach sich dafür aus, die Ergebnisse der externen Gutachter durch die Schulleitungen zumindest der Schulöffentlichkeit bekannt zu geben. Nicht nur die betroffenen Lehrer, sondern auch Schüler und Eltern müssten über die Stärken und Schwächen ihrer Schule Bescheid wissen, so Flath. In jedem Fall sollten die Resultate aber nicht gegen den Willen der Schule veröffentlicht werden.
14.05.2006 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Kultus"Wir können nicht auf der einen Seite mehr Eigenverantwortlichkeit der Schulen anstreben, wenn wir sie auf der anderen Seite entmündigen", sagte Flath. Zugleich sprach er sich gegen ein landesweites Ranking der Schulen aus. "Ziel der Evaluation ist nicht ein Ranking, sondern eine Qualitätsverbesserung der einzelnen Schulen", so Flath. Überdies könne man Schulen nicht miteinander vergleichen, die im Abstand von mehreren Jahren bewertet werden.
Ab dem Schuljahr 2007/2008 wird an allen Schulen in Sachsen regelmäßig die schulische Qualität bewertet. Das Bewertungsverfahren wurde zuvor in einer ersten Erprobungsphase an neun Schulen untersucht. In einem zweiten Erprobungszeitraum werden weitere 50 Schulen ab dem kommenden Schuljahr 2006/2007 in die Qualitätsbewertung einbezogen. Das Instrumentarium erstreckt sich auf etwa 60 Kriterien. So werden zum Beispiel die Qualität des Unterrichts, das Schulklima, Prüfungsergebnisse, die Zahl der Sitzenbleiber, die Zufriedenheit der Schüler, Lehrer und Eltern, das Unterrichtsangebot, die Förderung leistungsschwacher und begabter Schüler und die Werteorientierung untersucht. Außerdem werden Lehrund Lernorganisation, die Qualität des Schulmanagements und die Fort- und Weiterbildung der Lehrerschaft analysiert. Schulen, die sich für die Teilnahme an dieser zweiten Erprobung interessieren, können sich bis 07. Juli 2006 an die Sächsische Evaluationsagentur wenden ( ).
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