Forderung nach Abschaffung der Hauptschule falsch: Schüler mit ihren Probleme bleiben

Der Verband Deutscher Realschullehrer Niedersachsen (VDR) hält die Forderung linker Politikerinnen nach Abschaffung der Hauptschule als Konsequenz aus dem neuen Bildungsbericht der Kultusministerkonferenz für falsch und lehnt sie deshalb ab.

09.06.2008 Niedersachsen Pressemeldung Verband Reale Bildung

"Durch die Abschaffung der Hauptschule werden die Probleme verlagert und nicht beseitigt, die Problemschüler bleiben", stellte Christine Lange, stellvertretende VDR-Landesvorsitzende, fest. Wichtiger ist die noch intensivere Förderung dieser sog. "Risikoschüler", die nicht dadurch besser werden, dass man sie in eine andere Schulform steckt. Selbst in Bundesländern mit Gesamtschule finden viele dieser Problemschüler auch nach 10 Schuljahren nicht sofort einen Ausbildungsplatz. Hamburg und Schleswig-Holstein sind den Beweis noch schuldig, dass die Abschaffung der Hauptschule in diesen Ländern eine Trendwende bewirkt.

Eine nicht enden wollende Schulstrukturdebatte hilft den Betroffenen überhaupt nicht weiter. Nicht die Schulstruktur, sondern die Maßnahmen, um die Defizite zu beheben, sind wichtig. Daran müssen aber alle Seiten, auch die Betroffenen arbeiten, Erfolg gibt es nur mit eigener Anstrengung, der Staat muss die Grundlagen schaffen und die entsprechenden Hilfen anbieten.

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Verband Reale Bildung

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