Bayern

Freie Schulen nicht schlechter stellen

Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern keine Benachteiligung von Schulen in freier Trägerschaft gegenüber staatlichen Schulen.

28.05.2010 Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen

"Im Schatten der Diskussion über die Mittelschule werden freie Schulen finanziell deutlich schlechter gestellt", erklärt der schulpolitische Sprecher Thomas Gehring. Im Rahmen der geplanten Gesetzesänderung des Bayerischen Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen, die aufgrund der bevorstehenden Einführung der Mittelschule ab Schuljahr 2010/11 auf den parlamentarischen Weg gebracht wurde, werden für Schulen in freier Trägerschaft Regelungen getroffen, die sie deutlich benachteiligen. So sollen z. B. die LehrerInnenstunden nach den SchülerInnenzahlen des vergangenen Jahres zugewiesen werden. "Das stellt für Schulen im Aufbau eine nicht tragbare Belastung dar. Wir fordern die künftige Pauschalierung der LehrerInnenwochenstunden in Übereinstimmung mit der jährlichen Klassenbildung und haben zudem auch die Zuweisung staatlicher Lehrkräfte für staatlich anerkannte Volksschulen ebenso wie für Schulen in freier Trägerschaft beantragt."

Die Landtagsgrünen, die zur letzten Sitzung des Bildungsausschuss Änderungsanträge zum Gesetzentwurf eingereicht hatten, hoffen auf ein Einlenken der Regierungsfraktionen im Laufe der Beratungen. "Gerade Montessori-, Waldorf- und Jenaplanschulen leisten mit ihren Konzepten der individuellen Förderung der Kinder einen wichtigen Beitrag für eine bessere Bildung in Bayern, deshalb dürfen diese pädagogischen Initiativen, die meist von den Eltern getragen werden, nicht abgewürgt werden", so Thomas Gehring.

www.gruene-fraktion-bayern.de


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