Für eine sozial gerechte Bildungspolitik
Mit einer Aktion vor dem Haus der Bürgerschaft startet die Bildungsgewerkschaft GEW am Dienstag ihre Kampagne "Für eine sozial gerechte Bildungspolitik!" Im Fokus stehen die bevorstehenden Wahlen zur Bürgerschaft. Die GEW will mit ihrem Eingreifen in den Wahlkampf insbesondere erreichen, dass für möglichst viele Wählerinnen und Wähler der Bereich Bildung ein maßgebliches Kriterium bei der Wahlentscheidung wird. Dazu legt die GEW zur Orientierung ein 10-Punkte-Programm vor (s. Anlage).
06.03.2007 Bremen Pressemeldung GEW Bremen"Wir brauchen einen gesamtgesellschaftlichen Diskurs und neue Antworten zu inhaltlichen und strukturellen Fragen in der Bildungspolitik, um endlich den Teufelskreis von Verdummung und Verarmung zu durchbrechen", so Christian Gloede-Noweck, Landesvorstandssprecher. Diese Auseinandersetzung müsse vom Leitgedanken der sozialen Gerechtigkeit, der lebenslangen Lernfähigkeit und der Verhinderung jeglichen Ausschlusses von Bildungsprozessen geprägt sein. "Wir dürfen uns nicht länger mit der Mehrgliedrigkeit des Bildungssystems abfinden – weder in der Schule noch durch unzureichende Ausstattung von Kitas, Unis und Weiterbildungseinrichtungen", so die GEW weiter.
Als einen Erfolg wertet die Bildungsgewerkschaft die momentane Debatte über die frühkindliche Bildung auch für unter 3jährige. "Es geht nicht mehr nur ums "ob", sondern um die Frage der Finanzierung und des Zeitplans." Diesen gesellschaftlichen Konsens gilt es auch z.B. in der Frage "Eine Schule für alle" herzustellen – gegen die Macht der Betonköpfe in der Haushalts- und Finanzbürokratie.
Den Wahlkampf will die GEW dazu nutzen, auf mehreren Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themenbereichen mit vielen Menschen ins Gespräch zu kommen und ihre Positionen darzulegen. In einem internet-Forum unter www.gew-hb.de bietet die GEW die Möglichkeit, sich über bildungspolitische Fragen auszutauschen. Postkartenaktionen, das Kampagnenlogo "Betonkopf" sowie eine bildungspolitische Demonstration am 21.4. in Bremerhaven sollen die inhaltlichen Aussagen öffentlichkeitswirksam begleiten.
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