G8 braucht solide Reform statt Showveranstaltung
Die Grünen im Bayerischen Landtag kritisieren das heutige Gipfeltreffen zum achtjährigen Gymnasium als reine Showveranstaltung: "Die Unzufriedenheit vieler Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer über das reale G 8 lässt sich nicht mit einem Gipfeltreffen bei Ministerpräsident Seehofer wegwischen", erklärt der schulpolitische Sprecher Thomas Gehring. Ein von Anfang an falsch konzipiertes und schlecht umgesetztes Projekt müsse von Grund auf umgestaltet werden, alles andere sei eine Politik der Beschwichtigung.
13.07.2012 Pressemeldung Bündnis 90/Die GrünenDer Reformbedarf sei offenkundig: Vor allem in der Mittelstufe gelinge es nicht, die Unterrichtsinhalte nachhaltig zu vermitteln, aufgrund der gekürzten Stundenzahl in den Hauptfächern und der Stoffdichte. "Mit ein bisschen ´Entrümpeln´ des Lehrplanes ist es nicht getan. Die Lehrpläne müssen komplett umgestaltet werden, so dass eine individuelle Förderung möglich ist." Voraussetzung für eine "echte Reform" sei auch, dass die Unterrichtsversorgung auf eine bessere Grundlage gestellt werde und die Schulen ausreichend Stunden für bessere Förderung erhalten. "Minister Spaenles Intensivierungsjahr, das mittlerweile zur individuellen Lernzeit mutiert ist, bleibt weiterhin eine Fata Morgana, ohne konkrete und umsetzbare Vorschläge."
Thomas Gehring: "Wir brauchen eine Politik des Gehörtwerdens, wo die Basis, also Lehrerinnen und Lehrer, Schulleiterinnen und Schulleiter, Eltern und vor allem Schülerinnen und Schüler nach ihren Erfahrungen mit dem G 8 und nach ihren Verbesserungsvorschlägen gefragt werden, bevor man eine Stellvertreterdiskussion um das Für und Wider des G 9 führt."
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