Bayern

G8 – Keine Zeit für Schüleraustausch

Die Grünen im Bayerischen Landtag kritisieren zum Start der G8-Abiturprüfungen, dass aufgrund des enormen Leistungsdrucks für viele Schülerinnen und Schüler neben außerschulischen Aktivitäten auch die Möglichkeiten den eigenen Horizont zu erweitern, internationale Erfahrungen zu sammeln und Fremdsprachenkenntnisse zu erwerben, zu kurz kommen.

13.05.2011 Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen

"Neue Zahlen des unabhängigen Bildungsberatungsdienstes ´weltweiser´ belegen, dass sich bayerische Schülerinnen und Schüler immer seltener für einen längeren Auslandsaufenthalt während ihrer Schulzeit entscheiden", erklärt der schulpolitische Sprecher Thomas Gehring.

Die Anzahl der AustauschschülerInnen sei im Vergleich der Bundesländer am stärksten in Bayern zurückgegangen: Habe der Freistaat im Schuljahr 2008/2009 mit 1944 Schülerinnen und Schülern noch 10,23 Prozent der TeilnehmerInnen an mindestens dreimonatigen Schüleraustauschprogrammen in öffentlichen und privaten Schulen gestellt, sei der Anteil im Schuljahr 2009/2010 mit 1510 TeilnehmerInnen nur bei 7,55 Prozent gelegen. Im Schuljahr 2010/2011 seien es mit 1378 TeilnehmerInnen nur noch 6,89 Prozent.

"Von wegen in der Welt zu Hause und in Bayern daheim – diese Zahlen belegen, dass Schülerinnen und Schülern sich auf die Paukerei für das achtjährigen Gymnasium beschränken müssen und dass das, was bei einem Schüleraustausch gelernt wird, wie Leben und Kultur in einem andern Land, Völkerverständigung und Vertiefung der Sprachkenntnisse durch das G 8 zu kurz kommt", so Thomas Gehring. "Vor dieser Entwicklung zum Schmallspurlernen haben wir seit der überstürzten Einführung des G 8 immer wieder gewarnt."

http://www.gruene-fraktion-bayern.de


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