Gebührenfreier Kita-Platz:

Bildungsbürgerlich-klassisch mit einem Goethe-Zitat, wie es sich für eine Bildungsgewerkschaft gehört, äußerte sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zu den CDU-Plänen für ein gebührenfreies letztes Kita-Jahr.

31.01.2006 Schleswig-Holstein Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein

"Die CDU sollte sich dieses Goethe-Zitat schleunigst zu Herzen nehmen und den gebührenfreien Kita-Platz konkret in einem Stufenplan in die Tat umsetzen. Schließlich regiert sie in Berlin und Kiel. Mediale Ankündigungen nach dem Muster: Irgendwann wird irgendwo irgendwie irgendwas eingeführt, helfen nicht weiter", sagte GEW-Landesgeschäftsführer Bernd Schauer am Montag, 30. Januar 2006, in Kiel. Zur Finanzierung des gebührenfreien Kita-Jahres solle der Bund auf die steuerliche Absetzbarkeit von Betreuungskosten verzichten, weil davon ohnehin Besserverdie-nende am meisten profitierten.

Aus Sicht der GEW führe der gebührenfreie Kita-Platz zu einer spürbaren finanziellen Entlastung für die Familien. "Wir beobachten zunehmend, dass Eltern ihre Kinder aus finanziellen Gründen von der Kindertagesstätte abmelden. Sie gefährden damit unfreiwillig den weiteren Bildungsweg ihrer Kinder, weil in einer guten frühkindlichen Bildung die Grundlagen für die weitere schulische und persönliche Entwicklung der Kinder gelegt werden", so der GEW-Landesgeschäftsführer. "Um zu mehr Chancengleichheit in unserer Gesellschaft zu kommen, müssen Kindertagesstätten allen Kindern kostenfrei offen stehen!"

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GEW Schleswig-Holstein

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