Gefährliche Schulwege
(bikl) In diesen Wochen heißt es wieder "Vorsicht! I-Männchen unterwegs". Etwa 842.000 Erstklässler werden zum Schuljahr 2005/2006 in Deutschland eingeschult. Sie begegnen nun täglich den Gefahren des Straßenverkehrs auf ihren Schulwegen. Erst in der vergangenen Woche hat eine Studie belegt ([bildungsklick.de berichtete darüber](http://bildungsklick.de/serviceText.html?serviceTextId=17854)), dass nur jeder zweite Autofahrer die Geschwindigkeit deutlich reduziert, wenn er durch ein Schulgebiet fährt.
22.08.2005 ArtikelVerkehrssicherheitsberater der Polizei fordern deswegen derzeit die erwachsenen Verkehrsteilnehmer besonders intensiv auf, Rücksicht zu nehmen. Insbesondere Autofahrer müssen sich gerade jetzt auf das kindgemäße Verhalten einstellen: Langsam, aufmerksam und bremsbereit fahren, Geschwindigkeitsreduzierungen beachten, und immer mit Fehlverhalten von Kindern rechnen. Denn komplexe Verkehrssituation überfordern Kinder in diesem Alter. Kinder unterschätzen Gefahren und reagieren impulsiv, oft unberechenbar. Sie sind keine kleinen Erwachsenen und weder geistig noch körperlich in der Lage, mit den vielfältigen Anforderungen des Verkehrs fertig zu werden.
Außerdem existieren entwicklungsbedingte Gefahren: Kinder sind zu klein, um über parkende Autos hinwegsehen zu können. Sie haben ein engeres Blickfeld als Erwachsene und können die Geschwindigkeit herannahender Autos nicht einschätzen. Experten empfehlen deswegen den Eltern, in den letzten Ferientagen den Schulweg mit ihren Kindern zu trainieren.
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