Gerade in Bayern werden zu viele Schülerinnen und Schüler auf die falsche Schule geschickt

Die alarmierenden Ergebnisse einer Studie des Wissenschaftszentrums Berlin, derzufolge 17 Prozent der Schülerinnen und Schüler die falsche Schulform besucht, trifft in Bayern in besonderem Maße zu. Darauf hat der schulpolitische Sprecher der Grünen, Thomas Gehring, verwiesen: "Die PISA-Auswertungen haben gezeigt, dass gerade in Bayern eine besonders krasse Diskrepanz zwischen dem Potenzial unserer Kinder und ihren Chancen im Schulsystem besteht."

28.08.2009 Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen

So sei in Bayern mit 40 Prozent der Anteil der Realschüler am höchsten, die ebenso für den Besuch des Gymnasiums geeignet wären. Auf dem letzten Platz liegt der Freistaat darüber hinaus bundesweit beim Anteil von Migranten am Gymnasium. Erschreckend sei zudem die regionale Disparität, wonach gerade in ländlichen Regionen unterdurchschnittlich wenige Kinder und Jugendliche eine höhere Schule besuchten. "Damit zeigt sich: Die angeblich leistungsgerechte Aufteilung von Grundschülern auf Haupt-, Realschule und Gymnasium ist in Wirklichkeit geradezu leistungsfeindlich", so Thomas Gehring.

Die Grünen sehen sich damit erneut in ihrer Forderung nach einer längeren gemeinsamen Schulzeit bestätigt: "Mit der frühen Auslese, die gerade die CSU wie eine Monstranz vor sich herträgt, muss endlich Schluss sein. Die Kinder in Bayern dürfen nicht länger um einen guten Schulabschluss betrogen werden."


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