Gesamtschule Gersheim optimiert ihr Nachmittagsangebot

Mit einer Zukunftswerkstatt hat die Gesamtschule Gersheim vergangene Woche einen Prozess angestoßen, mit dem sie das Angebot ihrer Nachmittagsbetreuung ALF (Arbeit – Lernen – Freizeit) optimieren will. Zwei Tage nahmen sich etliche Lehrer, Schüler und Erzieherinnen der Schule, der Förderverein und verschiedene (mögliche) Kooperationspartner der Schule, wie beispielsweise das ökologische Schullandheim Spohns Haus oder die Serviceagentur "Ganztägig lernen.", Zeit, um über Möglichkeiten nachzudenken, die Nachmittagsbetreuung so zu strukturieren, dass sie für alle Beteiligten zu einem Lebensraum wird, in dem sie sich wohl fühlen.

11.09.2007 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Zunächst bekam jeder der rund 25 Teilnehmer Gelegenheit, seine Kritik an der derzeitigen Situation von ALF zu äußern. Schüler, Lehrer und Erzieherinnen waren sich darin einig, dass vor allem der unerbittliche Zeitplan von ALF viele Stresssituationen hervorruft und Unzufriedenheit auf allen Seiten aufkommen lässt.

Die Leiterin von ALF, Sibylle Leiner, brachte es auf den Punkt: "Man hetzt durch den Nachmittag. Es gibt zu wenig Zeit für alles." Eine Pflicht, bis zum Ende der Nachmittagsbetreuung anwesend zu sein, besteht nicht. Nach wie vor, dass wurde von allen Anwesenden bedauert, wird von vielen, vor allem von vielen Eltern, ALF primär als Verwahrung der Kinder verstanden, während der diese ihre Hausaufgaben erledigen sollen, so dass dieses ›Problem‹ gelöst ist, wenn die Kinder nach Hause kommen.

Auf der Basis dieser Kritik entwickeln Schüler, Lehrer und Erzieherinnen Visionen, wie sie sich eine optimale Nachmittagsbetreuung vorstellen, an der man mit Freude teilnimmt, da man sich gegenseitig unterstützt: Die Hausaufgabenbetreuung ist abgeschafft. Die selbstständigen Schüler holen sich in Lerngruppen das, was sie an Hilfsmitteln brauchen. Es gibt ausreichend Fachpersonal, um die Schüler in allen Belangen kompetent zu unterstützen. Für die verschiedensten Freizeitaktivitäten sind eigene Räumlichkeiten und die entsprechende Ausstattung vorhanden. Die Eltern nehmen am Spätnachmittag zufriedene und ausgeglichene Kinder in Empfang.

Doch in der Realisierungsphase holte die Moderatorin der Zukunftswerkstatt Ilona Böttger die Teilnehmer wieder jäh auf den Boden der Tatsachen zurück. Nun ging es darum zu überlegen, welche der Visionen realisierbar sind und auf welche Weise. Es stellte sich heraus, dass doch mehr machbar sein könnte, als man vorher angenommen hatte. Beschlossen wurden am Ende konkrete Schritte für die nächsten Wochen, um einige der Visionen noch in 2007 zu verwirklichen.

Erzieherinnen, Schüler und Lehrer stimmten dafür, die Betreuungszeit bis 17 Uhr zu verlängern und alle Schüler, die bei ALF angemeldet sind, zu bewegen, den gesamten Nachmittag in der Schule zu bleiben. Außerdem wollen sie das starre zeitliche Gerüst des Nachmittags aufgeben und neben Lernzeiten viele attraktive Angebot auch mit Hilfe außerschulischer Partner schaffen. Durch diese Maßnahme erhoffen sie sich, dem Nachmittag seine Hektik zu nehmen und damit Raum zu schaffen, in dem mehr als bisher ein Miteinander möglich ist. Unterstützung erhält die Gesamtschule dabei weiterhin durch die Serviceagentur "Ganztägig lernen.", die auch diese Zukunftswerkstatt für die Schule initiiert hat. Für Gerd Bermann, stellvertretender Schulleiter der Gesamtschule Gersheim, war die Zukunftswerkstatt ein "voller Erfolg. Wir haben ganz gezielt den Blick auf unsere bestehenden Strukturen gerichtet und gesehen, dass wir uns sehr wohl verbessern können. Und als Ergebnis haben wir klare Ziele für die Optimierung der Nachmittagsbetreuung formuliert."

Ansprechpartner:
Serviceagentur "Ganztägig lernen."
Melanie Helm, M.A.
Tel. 0681 / 501 7566

Hans-Joachim Schmidt
Tel. 0681 / 501 7282
serviceagentur.saarland( at )ganztaegig-lernen.de
www.saarland.ganztaegig-lernen.de


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