Realschuleltern Bayern

Gesetzentwurf der SPD zur Gemeinschaftsschule eindeutig abgelehnt

Der vorgelegte Gesetzentwurf der SPD zur Gemeinschaftsschule wurde zu Recht im Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags abgelehnt. Ohne tragfähige Lösungen für eine zukunftsorientierte Bildungslandschaft sollten die Mitglieder des Bildungsausschusses über den völlig unausgereiften Gesetzentwurf abstimmen.

28.10.2011 Pressemeldung Landeselternverband Bayerischer Realschulen (LEV-RS)

Die SPD wollte eine weitere, also zusätzliche Schulform, die Gemeinschaftsschule, in Bayern einführen. Nicht geregelt war die Schulträger- und Sachaufwandsträgerschaft, ein wesentlicher Faktor für alle Kommunen, Landkreise und Gemeinden. Vorsitzender Güll musste einräumen, dass das noch offen sei. Weiterhin war im Gesetzentwurf nichts über entstehende Kosten und die Schülerbeförderung festgelegt. Zudem müssten die Lehrkräfte nach seiner Aussage auf die neue Schulart "eingeschworen" werden, was immer das heißen soll.

In der Gemeinschaftsschule sollen gymnasiale Standards unterrichtet werden, aber auch Formen binnendifferenzierten Unterrichts angeboten werden, obwohl grundsätzlich alle gemeinsam unterrichtet werden sollen!? Die Berufsvorbereitung wird in Gänze ausgeklammert. Nach Aussage einer Grünenabgeordneten ist der Weg, den die 44 % Hochschulzugangsberechtigten die nicht über das Gymnasium kommen, ein Umweg. Nach ihrer Meinung ist wohl nur der Weg zum Studium über das Gymnasium der einzige seligmachende Weg. Das ist eine schallende Ohrfeige für alle Leistungsträger unter unseren Schülerinnen und Schülern, die bisher mit dem von ihnen gewählten Bildungsweg außerhalb des Gymnasiums erfolgreich sind. Insgesamt hatten die bayerischen Realschuleltern den Eindruck, dass es der SPD hauptsächlich um eine Erhöhung der Abiturquote geht und nicht um individuelle Bildungsbiografien.

Die SPD spricht von der "schulpolitischen Realität". Anscheinend ist den linken Parteien die schulpolitische Realität, vor allem, was Realschulen in Bayern leisten, überhaupt nicht bekannt. Sonst würden sie nicht eine zusätzliche Schulform fordern. Längst ist ihre Salamitaktik erkannt, nämlich mit der Vorschaltung der Gemeinschaftsschule im nächsten Schritt zur Einheitsschule zu gelangen. Diese Experimente lassen wir für unsere Kinder nicht zu.


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