"Gestuftes Beratungssystem an Bayerns Schulen"

In Bayern gibt es ein wirksames abgestuftes Beratungssystem für Schülerinnen und Schüler. Es basiert auf Jugendsozialarbeitern, Beratungslehrkräften und Schulpsychologen an den Schulen aller Schularten, weist das Bayerische Kultusministerium die Vorwürfe des SPD-Politikers Hans-Ulrich Pfaffmann zurück.

22.09.2009 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Hier wird ein falsches Bild von der Schulwirklichkeit in Bayern gezeichnet", betonte Amtschef Josef Erhard. An Bayerns Schulen arbeiten derzeit rund 600 Schulpsychologinnen und Schulpsychologen mit unterschiedlichem Zeiteinsatz. Das Fach "Schulpsychologie" ist eine bayerische Besonderheit im Studium und in der Schule. Durch ihr zweites Unterrichtsfach stehen die Schulpsychologen sehr viel enger im Kontakt mit den Schülern als dies bei der Einstellung von Diplom-Psychologen ohne Zweitfach möglich wäre. Die Schulpsychologen haben nicht die Aufgabe einer langfristigen Therapie, sondern der Beratung und einer ersten Diagnose.

Außerdem stehen rund 2.600 Beratungslehrer gegenwärtig Schülern und Eltern zur Verfügung. Schulartübergreifend gibt es in jedem Regierungsbezirk mindestens eine Schulberatungsstelle. Das Kultusministerium arbeitet seit Frühjahr an einer grundlegenden Neukonzeption und -organisation der Schulberatung, um diese noch effizienter zu gestalten. Die Bayerische Staatsregierung plant, die Jugendsozialarbeit an Schulen gemeinsam mit den Sachaufwandsträgern in den kommenden Jahren auf 1000 Stellen auszubauen.

Insgesamt ergibt sich für Ministerialdirektor Erhard hier ein praxisorientiertes System. "Freilich ist ein mehr immer noch besser", so der Amtschef abschließend.


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