GEW begrüßt Äußerungen von Kultusministerin Henzler und LEB: Einsparungen bedeuten Bildungsabbau!
"Wir begrüßen es sehr, dass sich [Kultusministerin Henzler](http://www.wiesbadener-tagblatt.de/region/wiesbaden/meldungen/11173167.htm) gemeinsam mit dem Landeselternbeirat gegen weitere Einsparungen im Bildungsbereich ausgesprochen hat und diese als untragbar bezeichnet", erklärte Jochen Nagel, Vorsitzender der GEW Hessen. "Wir stellen jedoch fest, dass dies ebenso für die geplante Streichungsorgie bei der Einstellung in den Vorbereitungsdienst als auch für die Pläne zum Abbau einer sinnvollen regionalen Schulverwaltung gilt. Beides ist untragbar und muss unmittelbar gestoppt werden!"
21.09.2011 Pressemeldung GEW Hessen"Wer tausend Bewerberinnen und Bewerbern, die ihre erste Ausbildungsphase an der Universität abgeschlossen haben und mit dem Vorbereitungsdienst nun die zweite beginnen wollen, die Tür vor der Nase zuknallt, handelt unverantwortlich", so Jochen Nagel. "Als besonders zynisch bewerten wir diese Pläne, wenn sie in Zeiten akuten Lehrermangels diskutiert werden und zudem den Betroffenen gleichzeitig mit der Absage für ihre zweite Ausbildungsphase das Angebot unterbreitet wird, als Billigkräfte in den Schulen zu unterrichten."
Auch die weiteren Diskussionen um die Struktur der Staatlichen Schulämter ließen Schlimmes befürchten, so Nagel weiter. Zwar sei vor den Sommerferien deren geplante Reduzierung verhindert worden, jetzt jedoch kämen Debatten auf, diese Schulämter lediglich als weisungsgebundene und nicht als selbstverantwortlich entscheidungsbefugte Außenstellen eines Landesamtes aufrecht zu erhalten.
"Diese Diskussionen machen es notwendig, nachdrücklich vor den erheblichen negativen Folgen einer solch zentralistischen Struktur warnen. Insbesondere im Kontext einer Politik, die unter dem Stichwort ´Selbstständigkeit` die Schulen immer mehr vereinzelt, wäre es unverantwortlich, gleichzeitig die Schulämter durch Zentralisierung aus den demokratischen Strukturen in der Region herauszulösen und somit bürgernahe Entscheidungen und Problemlösungen zu verunmöglichen. Im Interesse der regionalen Koordination der Entwicklung der Schulen und der weitgehenden Vermeidung unproduktiver Konkurrenz zwischen den Schulen sind regional verantwortlich handelnde Schulämter unabdingbar vonnöten", so Nagel abschließend.
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