GEW begrüßt Reform des Vorbereitungsdienstes, fordert aber mehr Ressourcen
Die GEW sieht mit der heute von Schulministerin Löhrmann vorgestellten Reform des Vorbereitungsdienstes günstige Voraussetzungen, die neue Lehrergeneration qualifiziert auf ihren Beruf vorzubereiten. NRW kann nach Einschätzung der GEW aber nur die bundesweit führende Rolle in der Modernisierung der Lehrerausbildung halten, wenn keine Abstriche von einer besseren Finanzausstattung gemacht werden.
09.05.2011 Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen"Wir haben wie die Landesregierung ein großes Interesse an Qualitätsverbesserungen in Schule und Unterricht. Und dafür brauchen wir neue, viel und gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer", erklärte GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer nachdem Schulministerin Löhrmann das Konzept für die Reform des Vorbereitungsdienstes in der Lehrerausbildung heute vorgestellt hat.
Die GEW wertet den um ein Halbjahr gekürzten und mit einem landesweit verbindlichen Kerncurriculum versehenen Vorbereitungsdienst als ein an den internationalen Standards anknüpfendes Konzept für mehr Professionalität im Lehrerberuf. Die vorgesehenen Elemente des beruflichen Coachings und der personenorientierten Beratung zielten auf erwachsene Lernende. Sie sollen ein Berufsverständnis fördern, das auf stärkere Entwicklung der eigenen Persönlichkeitskompetenz und auf mehr Teamarbeit, beides entscheidend für den schulischen Erfolg, orientiert.
Die GEW-Vorsitzende forderte aber zugleich mehr finanzielle Ressourcen für die Lehrerausbildung. Für die Ausbildungsschulen müsse es einen neu ausgestatteten Arbeitsbereich "Lehrerausbildung" geben und für die "Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung", den ehemaligen Studienseminaren, und eine umfassende Beschreibung des Aufgaben- und Tätigkeitsfeldes. Deren Aufgaben würden derzeit ausgeweitet, ohne zusätzliche Ausbildungsstellen und Beförderungsämter zu schaffen.
Außerdem werde der Umfang der Ausbildungszeit der Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter von 12 auf durchschnittlich 14 Wochenstunden erhöht. "Dies schafft", so Schäfer, "mehr Druck ohne finanziellen Ausgleich für die Auszubildenden." Dies lehne die GEW ab.
- Reform des Vorbereitungsdienstes für NRW - Einstellungstermin am 1.11.2011
- Zur Reform des Vorbereitungsdienstes für Lehrerinnen und Lehrer
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