GEW: Bürgerschaft soll Grünen-Antrag zur Sekundarschule beschließen!
Der Stadtbürgerschaft liegt auf ihrer Sitzung am Dienstag, den 20. März 2007 ein Antrag der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen zur Sekundarschule vor. Danach sollen die Sekundarschulen grundsätzlich die Möglichkeit erhalten, auf die Trennung von Schülerinnen und Schülern in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik der Klassen 7 und 8 zu verzichten. Die GEW fordert die Bürgerschaftsabgeordneten aller demokratischen Parteien auf, diesem Antrag zuzustimmen und damit die kritische Situation in der Sekundarschule zu entschärfen.
16.03.2007 Bremen Pressemeldung GEW BremenEbenfalls am 20. März um 19.30 Uhr führt die GEW im Konsul-Hackfeld-Haus eine Diskussionsveranstaltung mit dem Titel "Hilfe! Sekundarschulen in Not" durch. Bürgerschaftskandidaten von SPD, CDU, Grünen, Linkspartei und FDP haben ihr Kommen zugesagt.
Die aktuellen Anwahlzahlen machen mit einem Anteil von nur noch 15,7% die schwindende Akzeptanz der Sekundarschule unter Eltern deutlich. Die pädagogische Arbeit in dieser Schulart ist erschwert, weil ein hoher Anteil von Schülerinnen und Schüler mit besonderen Lern- und Verhaltensauffälligkeiten zukünftig dort - ähnlich wie bisher in der Hauptschule - konzentriert wird.
Im laufenden Schuljahr verschärfte sich die Situation in den 7. Klassen. Durch die Trennung in mehreren Fächern gehen der Klassenzusammenhalt und der Klassenlehrerbezug in der Sekundarschule verloren. Der Lernprozess wird so erheblich beeinträchtigt.
Grundsätzlich stellt die GEW fest: Auch ein verbessertes Modell "Sekundarschule" löst die Probleme des traditionell gegliederten Schulsystems nicht. Notwendig ist eine "Schule für Alle", um Chancengleichheit zu realisieren.
Dennoch könnte durch Annahme des Antrages aktuell eine Verbesserung erfolgen. Der Antragstext entspricht einer Position der Schulleitungen der Sekundarstufe I, die auch bei den betroffenen Lehrkräften breite Unterstützung findet.
Harry Eisenach,
Sprecher des GEW-Stadtverbandes Bremen
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