GEW in Sorge um Bildungsqualität
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern hat in der Anhörung zur Änderung des Lehrerbildungsgesetzes Stellung genommen. Geplant ist darin u.a., dass Seiteneinsteiger künftig eine Lehramtsbefähigung per Anerkennung durch das Bildungsministerium erhalten können.
21.08.2013 Pressemeldung GEW Mecklenburg-Vorpommern"Wir unterstützen, dass die Kolleginnen und Kollegen, die als Quereinsteiger in die Bildung kommen Rechtssicherheit erhalten sollen. Allein fehlt uns in dem Entwurf des Ministeriums erneut die Verpflichtung des Landes zur fachlichen und pädagogischen Weiterqualifizierung der Seiteneinsteiger", sagt Annett Lindner, Landesvorsitzende der GEW M-V.
"Dies hat zur Folge, dass die Ersatzlehrkräfte, die das Land aus der selbstverschuldeten Bredouille des Fachkräftemangels retten, erneut im Regen stehen gelassen werden". Darüber hinaus äußerte die Gewerkschafterin die Sorge, dass dadurch die wesentlichen Grundsätze der Lehrerausbildung in Frage gestellt würden: "Letztlich sagt man den Pädagogen damit, dass jeder – auch ohne entsprechendes Studium – Lehrer werden kann. Das mag im Einzelfall zutreffen. Dennoch holt man sich bei Elektroinstallationen doch auch lieber eine ausgebildete Fachkraft".
Sie wies darauf hin, dass die Arbeitsbelastung an den Schulen des Landes außerordentlich hoch sei und argumentiert mit dem Gesundheitsschutz. Wer nicht über das entsprechende Handwerkszeug verfüge, sei noch schwerer belastet und würde unter Umständen schneller krank.
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