GEW: Investition in Bildung bringt mehr Zinsen als Schuldentilgung
Die Bildungsgewerkschaft GEW begrüßt die Ankündigung des Ministerpräsidenten Stefan Mappus bis 2013 keine Lehrerstellen zu streichen als "ersten wichtigen Schritt für eine zukunftsorientierte Bildungspolitik".
24.01.2011 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg"Es gibt in der ganzen nächsten Legislaturperiode bis 2016 keine Gründe, auch nur eine einzige Lehrerstelle zu streichen. Wir brauchen dringend jede durch Schülerrückgang freiwerdende Stelle, um Ganztagsschulen auszubauen, Klassen zu verkleinern und die Überstundenberge der Lehrerinnen und Lehrer zu verringern. Im Interesse der Kinder, ihrer Eltern und Lehrkräfte erwarten wir von allen Parteien vor der Wahl am 27. März klare Aussagen, ob sie alle Lehrerstellen erhalten oder auf Kosten der Jüngsten im Lande sparen wollen", sagte am Montag (24.01.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg.
Die GEW weist darauf hin, dass die vor zwei Jahren eingeleitete so genannte "Qualitätsoffensive Bildung" der Landesregierung nicht nur auf kurzzeitigem Stellenzuwachs aufgebaut sein darf. Zusätzliche Stellen haben einen kw-Vermerk ("künftig wegfallend") erhalten. "Wir brauchen in Zukunft eine nachhaltige Bildungspolitik, die allen Kindern bessere Chancen bietet und dem drohenden Fachkräftemangel entgegenwirkt", sagte Moritz.
Die Bildungsgewerkschaft nennt zahlreiche "bildungspolitische Baustellen" im Südwesten: "Wenn wir weiterhin wohnortnahe Grundschulen und kleinere Klassen, echte Ganztagsschulen und bessere Unterrichtsversorgung, den Lehrermangel verhindern und Inklusion realisieren wollen, brauchen wir alle freiwerdenden Lehrerstellen in den Schulen. Das bringt für unsere Zukunft mehr Zinsen als die Schuldentilgung bei den Banken", sagte Moritz.
Weitere Informationen: www.gew-bw.de
Keine Kommentare vorhanden