GEW lehnt engere Kooperation von Bundeswehr und Schule ab
"Selbstverständlich muss sich die Schule im Unterricht mit dem verfassungsmäßigen Auftrag der Bundeswehr auseinandersetzen. Wenn sie gut vorbereitet sind, können dazu auch Truppenbesuche gehören. Im Schieß-Kino haben Schulklassen aber auf keinen Fall was verloren. Das ist pädagogisch nicht zu verantworten", sagte Mathias Heidn, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), am Montag, 28. März 2011 in Kiel. Er bezog sich dabei auf ein aktuelles Schreiben des Bildungsministeriums an alle Schulleiterinnen und Schulleiter zur Kooperation zwischen Bundeswehr und Schule.
28.03.2011 Pressemeldung GEW Schleswig-HolsteinDer GEW-Landesvorsitzende setzte sich auch kritisch mit der im Schreiben anklingenden engeren Kooperation zwischen Schule und Bundeswehr auseinander: "Wir brauchen keinen verstärkten Einsatz von Wehrdienstberatern in den Schulen. Es liegt nicht im pädagogischen Auftrag der Schule, der Bundeswehr bei der Nachwuchssuche behilflich zu sein. Schulen sind schließlich keine Rekrutierungsbüros."
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