GEW schlägt Bullerjahn "Generationenpakt für Lehrkräftenachwuchs" vor
Der Landeschef der GEW Sachsen-Anhalt will am morgigen Dienstag dem Finanzminister des Landes, Jens Bullerjahn (SPD), einen "Generationenpakt für Lehrernachwuchs" vorschlagen.
19.08.2009 Pressemeldung GEW Sachsen-Anhalt"Die heutigen Aussagen der SPD-Fraktionsvorsitzenden Katrin Budde zur zukünftigen Haushaltsstruktur zu Gunsten von Bildung und Wissenschaft sind wichtige und positive Signale", sagte Lippmann am heutigen Abend.
Das Vorhaben, die Zahl der Referendariatsstellen ab 2011 deutlich zu erhöhen und damit zukünftig allen Lehramtsstudierenden nach dem Abschluss ihres Studiums eine Referendariatsstelle in Sachsen-Anhalt anzubieten, sei dringend geboten, um dem drohenden Lehrermangel noch im letzten Moment entgegen zu treten. Spätestens ab 2013/ 2014 müssten über mindestens zehn Jahre 600 bis 800 Lehrerstellen wegen Altersausscheidens im Land neu besetzt werden, um den Unterricht abzusichern. Die bis dahin vorhandenen Schülerzahlen lassen daran keinen Zweifel.
"Wir müssen deshalb sofort den nächsten Schritt gehen und jedem Absolventen des Referendariats die Übernahme in den Schuldienst ermöglich", sagte der Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft. "Deshalb werde ich morgen dem Finanzminister und damit der Landesregierung anbieten, einen `Generationenpakt für Lehrkräftenachwuchs` zu schließen. In ihm könnten wir vereinbaren, dass über den jetzt schon tariflich vereinbarten Einstellungskorridor hinaus, durch freiwillige Teilzeit frei werdendes Arbeitsvermögen für die Schaffung neuer Lehrerstellen eingesetzt wird.
Die Neigung der Lehrerinnen und Lehrer zu Teilzeit sei groß, weil bis jetzt ein altersgerechter Übergang in den Ruhestand nicht möglich ist. Der Altersdurschnitt liegt knapp unter 50 Jahren.
"Wir wissen, dass viele Teile ihrer Arbeit abgeben würden, wenn im Interesse der Schülerinnen und Schüler, aber auch des Lehrernachwuchses, Neueinstellungen vorgezogen würden", so Lippmann.
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