Bremen

GEW solidarisch mit Schülerprotesten und plant Aktionen zur Erhöhung des Bildungshaushaushalts

Anlässlich des heutigen Schülerstreiks in der Stadt Bremen erklärte GEW-Stadtvorstandssprecher Harry Eisenach: "Wir solidarisieren uns mit den Aktionen der Schülerinnen und Schülern gegen den vermehrten Leistungsdruck.

14.11.2012 Pressemeldung GEW Bremen

Zunehmende Prüfungsvorgaben und Prüfungsteile, zentrale Prüfungen und Tests, mehr zentrale Festlegungen für Unterrichtsstoffe führen bei Schülerinnen und Schülern zu erhöhtem Stress und Gesundheitsschäden. Auch Lehrerinnen und Lehrer sehen sich verstärkt in ihrer pädagogischen Freiheit eingeschränkt. Es ist schwieriger geworden, gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern den Unterricht inhaltlich zu gestalten, weil in den letzten Jahren viele zentrale Festlegungen hinzugekommen sind. Oft haben diese administrativen Entscheidungen dazu geführt, dass die Schule nicht interessanter und besser wurde, sondern dass das Gegenteil bewirkt wurde. Anstatt den Druck auf die in der Schule Beteiligten zu erhöhen, sollten sich die verantwortlichen Politiker und Behördenspitzen darauf konzentrieren, die Bedingungen des Lernens und Arbeitens in den Bildungseinrichtungen zu verbessern."

Gerade in Bremen gibt es hier besonderen Handlungsbedarf. Darauf hat am gestrigen Dienstag die GEW-Delegiertenversammlung mit einem Beschluss hingewiesen. Darin wird gegen die bisherigen Planungen protestiert, nach denen im Jahr 2013 Lehrerstellen reduziert werden sollen. "Alle der über 300 ausscheidenden Lehrkräfte müssen durch Neueinstellungen im gleichen Stellenumfang ersetzt werden und jetzt bestehende Fehlstunden sind auszugleichen. Die GEW Bremen fordert deshalb die Bürgerschaft auf, in ihrer Sitzung am 12.12.12 einen Nachtragshaushalt zur Erhöhung des Bildungsetats um mindestens 20 Mio. € zu beschließen.

Der Senat und Regierungskoalition treffen aktuell keine Finanzentscheidungen, um die anerkannte Unterversorgung zu beheben. Deshalb drohen zum Halbjahreswechsel am 1.2.2013 und zum neuen Schuljahr am 1.8.2013 mit über 100 bzw. 200 ausscheidenden Kolleginnen und Kollegen weitere drastische Verschlechterungen bei der Unterrichtsversorgung und -qualität."

Die GEW wird deshalb in diesem Schuljahr gemeinsam mit Eltern, Schülerinnen und Schülern Aktivitäten durchführen. Zur Bürgerschaftssitzung am 12.12.12 ist eine Kundgebung geplant.

Ansprechpartner

GEW Bremen

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