Lehrerstellen

GEW Thüringen begrüßt die Ankündigung des Bildungsministeriums

Das Bildungsministerium hat gestern verkündet, dass es den seit 2015 befristet eingestellten Lehrer*innen für Deutsch als Zweitsprache (DaZ) eine unbefristete Beschäftigungsperspektive geben wird.

21.03.2017 Thüringen Pressemeldung GEW Thüringen
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„Damit wird nun endlich ein durch die Landesregierung hausgemachtes Problem angegangen und hoffentlich gelöst“, so Kathrin Vitzthum, Landesvorsitzende der GEW Thüringen.

Vitzthum weiter: „Die GEW Thüringen geht davon aus, dass diese dauerhaften Stellen zusätzliche Stellen sind, denn andernfalls würde der Stellenabbau im Bereich der Lehrerinnen und Lehrer lediglich fortgeschrieben. Es nützt gar nichts, wenn diese DaZ-Lehrerinnen und DaZ-Lehrer dazu eingesetzt werden, die schlechte Unterrichtsabsicherung aufzubessern, anstatt Deutsch als Zweitsprache zu unterrichten. Daran werden wir das Bildungsministerium messen.“

Damit die Ankündigung des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport umgesetzt werden kann, müssen jedoch zunächst die Voraussetzungen geschaffen werden: Zum einen gilt es, die neuen Einstellungsrichtlinien in Kraft treten zu lassen. Zum anderen bedarf die zweite Voraussetzung deutlich größerer Anstrengungen. Die vom Bildungsministerium formulierte Verpflichtung zur Nachqualifikation für die DaZ-Lehrer*innen ohne abgeschlossene Lehramtsausbildung sollte eingruppierungsrelevant sein. Momentan kann es von diesen Kolleg*innen aber überhaupt nicht geleistet werden, weil entsprechende Angebote nicht vorhanden sind.

Daher fordert die GEW Thüringen in ihrer Stellungnahme zum erstmals vorgelegten Entwurf einer Lehrkräftenachqualifizierungsverordnung, dass nach der Prüfung der Eignung von Bewerber*innen ein Angebot zur Nachqualifizierung durch das TMBJS verpflichtend angeboten werden muss. Das muss auch für DaZ-Lehrer*innen gelten. Im Entwurf des Ministeriums wird bisher nur die Möglichkeit in Abhängigkeit von vorhandenen Ressourcen formuliert.

Ansprechpartner

GEW Thüringen

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