GEW zu CDU-Angebot an Landes-SPD: Kinder sind keine Schacherobjekte
"Das Geschacher nimmt immer groteskere Formen an." Mit diesen Worten kommentierte GEW-Landeschef, Thomas Lippmann, das Angebot der Landes CDU Sachsen-Anhalts an die SPD, in strukturschwachen Gebieten Sonderformen von Schulen zuzulassen.
13.11.2006 Sachsen-Anhalt Pressemeldung GEW Sachsen-AnhaltIm machtpolitischen innerparteilichen Gerangel um die Einheitsgemeinden schrecke die CDU vor nichts zurück, sagte Lippmann. "Kinder sind jedoch keine Schacherobjekte, mit denen man die kommunale CDU-Basis befrieden könne."
Als Bildungsgewerkschaft kritisiert die GEW seit Langem, dass nicht sachliche Begründungen gegen das "längere gemeinsame Lernen" sondern eine ideologische Verteidigung des gegliederten Schulsystems in der CDU-Politik vorherrschen. "Dieses Angebot beweist, wie wenig begründet die Position der CDU ist", sagte Lippmann.
Die GEW hofft, dass die SPD-Fraktion nun nicht einfach auf "diesen schlecht gesattelten Gaul" aufspringt, sondern genau prüft, ob sich daraus etwas "für mehr Bildungsgerechtigkeit für alle Kinder des Landes" machen lässt.
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