GEW zur IGLU-Studie: Gutes Ergebnis – aber gewaltige soziale Ungleichheit

"Nach vielen schlechten Ergebnissen bei internationalen Vergleichsuntersuchungen können wir uns über das gute Abschneiden bei IGLU endlich einmal freuen. Den Grundschulen gelingt es mit gemeinsamem Unterricht und trotz schwieriger Bedingungen, ein günstiges Lernklima für die Schülerinnen und Schüler zu schaffen", sagte Matthias Heidn, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), zu den Ergebnissen der IGLU-Studie 2006, die heute in Berlin veröffentlicht wurde.

28.11.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein

Leider belege jedoch auch die aktuelle IGLU-Studie die fehlende Chancengleichheit unseres Bildungssystems, so der GEW-Landesvorsitzende. Schulleistungen seien auch an der Grundschule "in erschütternder Weise" von der sozialen Herkunft abhängig. "Während Kinder von Akademikern noch nicht einmal mittelmäßige Leistungen erbringen müssen, um eine Empfehlung für das Gymnasium zu bekommen, schaffen es Kinder ungelernter Arbeiter nur mit absoluten Spitzenleistungen. Für diesen gesellschaftlichen Skandal tragen aber nicht die Lehrkräfte die Verantwortung, sondern er ist eine logische Konsequenz des frühen Sortierens der Kinder nach Klasse 4 im deutschen Schulsystem."

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GEW Schleswig-Holstein

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