Bayern

Golden Cubes 2011 - Welt-Architektenverband zeichnet Arbeitsgemeinschaft bayerischer Lehrer aus

Der Sieger des weltweit ausgeschriebenen Architekten-Preises Golden Cubes kommt aus Bayern: Die internationale Jury in Paris vergab den ersten Preis in der Kategorie "Schule" an die Landesarbeitsgemeinschaft Architektur und Schule (LAG) - einer Arbeitsgemeinschaft von mehr als 60 bayerischen Lehrern und Architekten. Über 300 Teilnehmer aus 19 Ländern hatten ihre Wettbewerbsbeiträge eingereicht.

26.05.2011 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle gratulierte den Preisträgern zu ihrem Erfolg gegen Mitbewerber aus der ganzen Welt. "Zeitgemäße Architektur kann einen ganz wesentlichen Beitrag leisten, Schule als Lern- und Lebensort des 21. Jahrhunderts zu realisieren", so der Minister. "Einem Schulhaus kommt dabei die Rolle eines "stillen Erziehers" zu. Darum danke ich den Preisträgern für ihre ausgezeichneten Bemühungen, zeitgemäße Konzepte zu entwickeln und umzusetzen. Bemerkenswert ist dabei, wie sie nationale und sogar internationale Kooperationen fördern."

Der Welt-Architektenverband International Union of Architects UIA hat den Preis erstmals vergeben. Ausgezeichnet werden Menschen und Organisationen, die "Kindern und jungen Menschen helfen, Architektur zu verstehen". Der Preis wird in den vier Kategorien Schule, Institutionen, Print und audio-visuelle Medien verliehen.

Die Landesarbeitsgemeinschaft kooperiert mit der Bayerischen Architektenkammer, dem Bund Deutscher Architekten und dem Kultusministerium. Ihr siegreiches Projekt heißt "Netzwerkarbeit für Architekturvermittlung - Methoden, Materialien, Fortbildung". Die Arbeitsgemeinschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Thema "Architektur" fa?cheru?bergreifend fu?r alle bayerischen Schulen nutzbar zu machen. Schülerinnen und Schu?ler sollen an Planungsprozessen beteiligt werden. Dazu werden an Schulen in ganz Bayern regelmäßig Architekturprojekte durchgeführt, die auf die unterschiedlichsten Fachbereiche der Lehrpla?ne abgestimmt sind. Architekten und Lehrkräfte entwickeln dabei Unterrichtsmethoden und -materialien in der Praxis. Diese werden laufend evaluiert. Das Themenspektrum reicht von Stadtentwicklung, u?ber nachhaltiges Bauen bis zur Schulhaus-Architektur. Außerdem richtet das Netzwerk regionale und überregionale Lehrerfortbildungen aus. Die gelungensten Projekte werden auf Ausstellungen präsentiert. Die Landesarbeitsgemeinschaft will die Zusammenarbeit von Schulen, Architekten und Stadtplanern noch weiter ausbauen.

In Paris hatten sich die Wettbewerbs-Sieger mit Präsentationen unter anderem dieser Projekte beworben:

Für das Privatgymnasium Pindl in Regensburg bauten Schülerinnen und Schüler mit Hilfe einer Innenarchitektin eine sogenannte Aqua Lounge im Eingangsbereich der Schule. Sie erhielten dabei Einblicke in viele Teilbereiche des Berufsfelds, wie Produktdesign, Möbeldesign oder Bühnenbild. Die Lounge wurde mit dem Förderpreis für P-Seminare ausgezeichnet.

In Garching arbeiteten Schüler der achten Klasse des Werner-Heisenberg-Gymnasiums als Stadtplaner. Beim Bau von tischgroßen Stadt-Modellen sollten die Jugendlichen lernen, die Komplexität eines städtischen Netzes zu verstehen und die unterschiedlichsten Interessen der Bewohner zu koordinieren.

Stadterkundung Teil 1 - Der Schulweg. So hieß das Projekt der Klassen 5a und 5b des Friedrich-Koenig-Gymnasiums in Würzburg. Dazu malten die Kinder auf langen Papierstreifen Karten ihres Schulweges, jeweils angereichert mit persönlichen Erfahrungen wie etwa den Wohnort der besten Freundin. Dies war Teil einer größeren Sequenz einer Stadtteilerkundung.

Die offizielle Preisverleihung der Golden Cubes findet im September in Tokio beim Weltkongress der Architekten statt.


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