Grünes Licht für selbstständige Schulen in Bayern – MODUS21 im Gesetz verankert

"Loslassen und zulassen" – Ab September 2008 steht "MODUS21 – Schule in Verantwortung" im Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetz. Das heißt im Klartext: MODUS-Schulen dürfen auch jenseits der Schulordnung in eigener Verantwortung Maßnahmen in Unterricht und Erziehung beschließen und durchführen. Die individuelle Förderung jedes einzelnen Schülers, jeder einzelnen Schülerin ist dabei das zentrale Ziel aller Maßnahmen.

28.07.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Ein Schulversuch mit so einem guten Ergebnis muss natürlich Konsequenzen haben, mit einem einmaligen Leuchtfeuer ist niemandem gedient", betonte Staatssekretär Bernd Sibler im Rahmen einer Feierstunde mit den Schulleiterinnen und Schulleitern der Modellschulen am Montag in München. "Daher wird ab September 2008 jede bayerische Schule die Möglichkeit haben, eine ,MODUS-Schule´ zu werden. Das Bayerische Erziehungs- und Unterrichtsgesetz (BayEUG) ist um eine entsprechende Regelung erweitert worden. Ich ermuntere alle Schulen, von dieser neuen Möglichkeit Gebrauch zu machen. MODUS21 ist mehr als nur die 60 bereits freigegebenen Maßnahmen. Sie waren lediglich der Türöffner für viele weitere Ideen", so Sibler.

Randolf Rodenstock, Präsident vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.: "Kreativität entfaltet sich nicht per Verordnung. Nur in der Selbständigkeit entstehen neue Ideen. Ich begrüße es daher sehr, dass mit dem neuen Schuljahr alle Schulen mehr Handlungsautonomie in der Unterrichtsgestaltung und Schulorganisation erhalten. Ich kann alle Schulen nur ermuntern, hiervon Gebrauch zu machen. Denn die Erfahrungen aus dem Projekt MODUS 21 zeigen, dass mehr Verantwortung und unternehmerisches Handeln zu spürbaren Steigerungen der Bildungsqualität führen. Die Selbständigkeit setzt bei Schülern, Lehrern und Eltern gleichermaßen eine starke Motivationskraft frei. Diese Kraft ist der Motor für innovative Schulentwicklung."

Und wie wird man MODUS-Schule? Dazu muss die Schule bei der regulären externen Evaluation einen Zusatzbaustein absolvieren, der ihr neben einem guten allgemeinen Abschneiden eine besondere Innovationsbereitschaft bescheinigt. Dann wird ihr der MODUS-Status verliehen.

Der ermöglicht es der Schule dann, jenseits der Schulordnungen neue Modelle zur Leistungserhebung zu entwickeln. Denkbar: Die Schule fasst zusammen mit den Eltern den Beschluss, dass in einer bestimmten Jahrgangsstufe Leistung anders erhoben wird als bisher. Ein Kind bringt zum Beispiel eine mündliche Leistung, ein anderes macht eine Internetrecherche zum Thema und präsentiert es und ein drittes schreibt einen Aufsatz dazu. "Denkverbote für die MODUS-Schulen gibt es nicht. Ziel muss sein, die Qualität von Unterricht und Erziehung zu verbessern. Wir sind gut in Bayern, aber wir wollen natürlich noch besser werden", erklärte Sibler.

Claudia Piatzer
Pressesprecherin Stiftung Bildungspakt Bayern

Konstanze Lueg
ibw - Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft

Dr. Gisela Stückl
Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Kontakt:
Claudia Piatzer, Tel. 089/2186-2085, Mail:
Dr. Gisela Stückl, Tel. 089/2186-2107, Mail:
Konstanze Lueg, Tel. 089/55178-375, Mail:


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden