Grundschulen brauchen kleine Klassen für individuelle Förderung

"Kleine Kinder brauchen kleine Klassen", betonte Andreas Meyer-Lauber, Landesvorsitzender der GEW, mit Blick auf den Bildungstag Grundschule der GEW in Kooperation mit dem Institut für Schulentwicklungsforschung (IfS) am 16.05.2008 in Dortmund. "Es ist nicht akzeptabel, dass in NRW noch immer in vielen Klassen 30 und mehr Kinder sitzen. Unter diesen Bedingungen ist die notwendige individuelle Förderung gerade bei benachteiligten Kindern nicht zu leisten."

15.05.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen

Zwar hat das Schulministerium in diesen Tagen die Bezirksregierungen angehalten, Klassengrößen über 30 Kinder als Eingangsklassen nicht zu genehmigen und in den anderen Jahrgängen möglichst auch nicht zuzulassen. In der Umsetzung lässt es aber die Schulen allein, weil entsprechende Lehrerstellen fehlen.

Die GEW fordert die Landesregierung auf, kurzfristig 400 zusätzliche LehrerInnen in den Grundschulen einzustellen. Nur so können die Schulen in die Lage versetzt werden, alle Klassen mit den erforderlichen Unterrichtsstunden zu versorgen.

Die Veränderungen in der Grundschule stehen im Mittelpunkt der Diskussion auf dem Bildungstag Grundschule der GEW und des Instituts für Schulentwicklungsforschung an der Universität Dortmund.

Ausgangspunkt ist die internationale IGLU-Untersuchung 2006 in der auch für die Grundschule eine unzureichende Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund festgestellt wurde. Zum neuen Schuljahr erhalten die Grundschulen nun neue Lehrpläne mit festgelegten Kompetenzerwartungen und Standards, die nach Einschätzung der GEW viele Kinder nicht oder nur schwer erreichen können.

Deswegen ist es umso wichtiger, unter welchen Bedingungen Kinder und deren Lehrerinnen und Lehrer in der Grundschule arbeiten. Eigentlich aber sollten in Grundschulklassen nicht mehr als 20 Kinder unterrichtet werden - so die Forderung der GEW.


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