Gute Chancen: Bayern stellt im Schuljahr 2004/05 knapp 3600 Lehrkräfte ein

Zum Schuljahr 2004/05 wird Bayern trotz Sparhaushalts und Arbeitszeiterhöhung im öffentlichen Dienst über alle Schularten hinweg knapp 3600 Lehrkräfte anstellen. "Dies zeigt, dass wir auch bei schwieriger Haushaltslage größte Anstrengungen unternehmen, jungen Lehrkräften eine berufliche Perspektive zu eröffnen", sagte Kultusministerin Monika Hohlmeier am Dienstag in München. Ein Schülerzuwachs von 5,2 Prozent an den Realschulen, 2,1 Prozent an den Gymnasien sowie 16,8 bzw. 16,5 Prozent an den Fachober- und Berufsoberschulen stelle die Schulen vor große Herausforderungen. "Wir haben auf die stark steigenden Schülerzahlen durch eine solide Einstellungspolitik reagiert", sagte Hohlmeier.

21.07.2004 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Schulartübergreifend können nach den jetzt weitgehend abgeschlossenen Planungen 2483 Bewerberinnen und Bewerber mit einer festen Anstellung rechnen. Darunter erhalten 1903 Kandidaten eine feste Planstelle, 327 so genannte Superverträge mit einer Garantie auf Übernahme in den staatlichen Schuldienst nach einem Jahr und für 255 Bewerber gibt es Drei- Viertel-Verträge mit Einstellungsgarantie. Darüber hinaus können 1109 Bewerbern befristete Beschäftigungsmöglichkeiten im Angestelltenverhältnis angeboten werden.

In den unterschiedlichen Schularten stellt sich die Situation im kommenden Schuljahr wie folgt dar:

Für die Grundschule liegen 1400 Bewerbungen vor, von denen 785 auf den aktuellen Prüfungsjahrgang und 363 auf die Warteliste entfallen. 379 Bewerber können mit einer festen Einstellung in den Staatsdienst rechnen. 250 werden in das Beamtenverhältnis berufen, 129 Bewerberinnen und Bewerber erhalten einen Arbeitsvertrag mit 22 Wochenstunden und der Zusage einer späteren Verbeamtung. Weitere 317 Kandidaten können einem befristeten Arbeitsvertrag mit 22 Wochenstunden (ohne Zusage einer späteren Verbeamtung) beschäftigt werden.

Für eine unbefristete Einstellung (Verbeamtung oder Vertrag mit Zusage einer späteren Verbeamtung) ist für die Prüfungsteilnehmer aus dem laufenden Jahrgang eine Note von 1,96 erforderlich. Befristete Verträge werden bis zu einer Note von 2,17 vergeben.

Im Bereich der Hauptschule liegen 547 Bewerbungen vor, von denen 382 auf den aktuellen Prüfungsjahrgang entfallen. Von den Bewerbern werden 381 fest eingestellt. Darunter können 281 Kandidaten in das Beamtenverhältnis auf Probe berufen werden, 100 Bewerber erhalten einen Arbeitsvertrag mit 21 Wochenstunden und der Zusage einer späteren Verbeamtung. Weitere 86 Bewerber bekommen einen befristeten Arbeitsvertrag mit 21 bzw. 28 Wochenstunden (ohne Zusage einer späteren Verbeamtung).

Für eine unbefristete Einstellung an den Hauptschulen (Verbeamtung oder Vertrag mit Zusage einer späteren Verbeamtung) ist für die Prüfungsteilnehmer eine Note von 2,71 erforderlich. Befristete Verträge werden bis zu einer Note von 3,03 vergeben. Ursprünglich geäußerte Befürchtungen, wonach die Notenhürde für eine Anstellung an der Hauptschule sehr hoch liege, haben sich also nicht bewahrheitet.

An den Förderschulen werden von den 560 Bewerbern 391 in den staatlichen Schuldienst übernommen. 95 erhalten eine feste Planstelle, 296 erhalten eine befristete Beschäftigungsmöglichkeit.

Die Einstellungsnoten für die Volks- und Förderschulen sind auch im Internet unter der Adresse www.km.bayern.de/km/stellen/aktuell abrufbar.

Durch den großen Erfolg der sechsstufigen Realschule sind die Einstellungschancen für das kommende Schuljahr gut. Voraussichtlich werden von 1005 Bewerbern, darunter 275 aus dem laufenden Prüfungsjahrgang und 65 von der Warteliste, 515 in den staatlichen Realschuldienst, davon 30 im Februar 2005, übernommen: 348 Bewerber erhalten eine feste Planstelle, 47 einen so genannten Supervertrag und 120 ein befristetes Beschäftigungsverhältnis. Für die Fächerkombination Mathematik/Physik können sich wie bereits in den vergangenen Jahren Bewerber aus der freien Wirtschaft mit einem universitären Diplom in einer zweijährigen pädagogischen Ausbildung nachqualifizieren.

Die Einführung des achtjährigen Gymnasiums ermöglicht auch in diesem Schuljahr die Einstellung junger Lehrkräfte. Von den 1850 Bewerbern, darunter 500 aus dem laufenden Prüfungsjahrgang und 450 von der Warteliste, können 780 in den staatlichen Schuldienst übernommen werden. Von ihnen erhalten 300 eine feste Planstelle, 280 einen Supervertrag sowie 200 einen befristeten Aushilfsvertrag.

An den beruflichen Schulen herrschen insgesamt gute Einstellungsmöglichkeiten. Von den 577 Bewerbern, davon 467 aus dem laufenden Prüfungsjahrgang und 43 von der Warteliste, erhalten 430 eine feste Planstelle. Zusätzlich bestehen 120 befristete Beschäftigungsmöglichkeiten für gymnasiale Bewerber.


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