Gymnasiale Oberstufe Saar (GOS): Mehr Allgemeinbildung, weniger Spezialisierung

Im Jahr 2010 werden erstmals saarländische Schülerinnen und Schüler nach den neuen Regelungen der Gymnasialen Oberstufe Saar (GOS) ihr Abitur ablegen. Heute hat Kultusminister Jürgen Schreier die Eckpunkte der Neuregelung Saar vorgestellt.

24.11.2006 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Jürgen Schreier: "Im Bereich der Gymnasien bedarf es besonders qualitätvoller und vertiefter Ausbildung. Das Abitur soll die Studierfähigkeit sichern. Dem trägt die alte gymnasiale Oberstufe nicht hinreichend Rechnung. Sie ist zu spezialisiert und zu beliebig in der Fächerwahl.

Die Reform trägt den neuen KMK-Rahmenbedingungen Rechnung und ist eine solide Basis für Studium, Beruf und gesellschaftliches Leben.“

Zum ersten GOS-Abiturjahrgang zählen die rund 3400 Schülerinnen und Schüler, die derzeit die neunte Klassenstufe des Gymnasiums besuchen. Alle G9-Schüler sowie der doppelte G8/G9-Abiturjahrgang machen im Jahr 2009 noch nach dem alten System Abitur.

Die Gymnasiale Oberstufe Saar stärkt den Kernbereich, stellt aber nach wie vor sicher, dass die Schülerinnen und Schüler nach Begabung und Neigung aus einem breiten Spektrum von Fächern ihre Wahl treffen können. Systematischer als bisher werden sie lernen, im Team zu arbeiten, komplexe Zusammenhänge über Fachgrenzen hinweg zu analysieren und diese mit modernen Medien zu präsentieren. Das neu eingeführte Seminarfach wird hier einen wichtigen Beitrag leisten.

Verpflichtend ist zukünftig die Belegung der drei Kernfächer Deutsch, Mathematik und Fremdsprache, davon zwei auf erhöhtem Anforderungsniveau (E-Kurse). Hinzu kommen acht Fächer auf grundlegendem Anforderungsniveau (G-Kurse). Insgesamt sind dies zehn Fächer mit 34 Wochenstunden.

In der Abiturprüfung legen die Schülerinnen und Schüler ihre schriftliche Prüfung in zwei E-Kursen und zwei G-Kurs-Fächern ab. Zusätzlich werden sie in einem G-Kurs-Fach mündlich geprüft.

Vertreter der Elternschaft und der Schulleitungen waren in den vergangenen Monaten in den Entscheidungsfindungsprozess eingebunden. In den kommenden Wochen werden die Schulen und die Eltern umfassend über die Neuregelung informiert. In diesem Zusammenhang plant die Landeselternvertretung (LEV) der Gymnasien eine Informationsveranstaltung, an der auch Kultusminister Jürgen Schreier teilnehmen wird.


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