Gymnasium ist die beste Schule für Inklusion
Bayerische Grundschulen nehmen alle Kinder auf, unabhängig davon, ob sie das Lernziel der Klasse erreichen können oder nicht. "Das ist Inklusion", sagt Maria Lampl, die Vorsitzende des Bayerischen Elternverbands. "Nach der Grundschule sieht es allerdings düster aus: Da wird in Bayern wieder nach vermeintlicher Leistungsfähigkeit sortiert." Von Inklusion an an allen Schularten könne demnach keine Rede sein.
03.12.2013 Pressemeldung Bayerischer ElternverbandInklusion sei jedoch Aufgabe aller Schulen, auch der weiterführenden. Würden sich die jetzigen Grundschüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf genauso auf Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien verteilen wie diejenigen des Schuljahres 2011/2012, wären 5,3 Prozent im Gymnasium, 4,6 Prozent in der Realschule und gut 90 Prozent in der Mittelschule. Die beste Lernumgebung böte diesen Kindern jedoch das Gymnasium. Das dürfen in Bayern wegen der Übertrittsregelung nur Kinder mit Körper- oder Sinnesbehinderung besuchen. So sammelten sich 90 Prozent aller Kinder mit besonderem Förderbedarf an der Schulart, die ohnehin am stärksten belastet sei.
Dass es auch anders geht, zeigten bundesweit mehrere Gymnasien, die Kinder mit geistiger Behinderung und mit dem Förderbedarf Lernen, Sprache und soziale Entwicklung integrieren. "Das gemeinsame Lernen hilft allen.", sagt Lampl und wünscht der bayerischen Staatsregierung Mut zu echter Inklusion.
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