Hauptschule in Bayern gewinnt an Profil

Das bayerische Kultusministerium plant mit dem Beginn des kommenden Schuljahres an 23 Hauptschulen den dreijährigen Schulversuch "Modularisierter Unterricht an Hauptschulen". Dabei wird der Unterricht sich viel näher an der Lebenswirklichkeit der Schüler orientieren, als es bisher der Fall ist.

30.08.2006 Bayern Pressemeldung Bayerischer Elternverband

"Damit rennt das Ministerium bei uns als Mitglied der 'Initiative Praktisches Lernen', die sich seit Jahren für lebensnahen Unterricht einsetzt, offene Türen ein", sagte Isabell Zacharias, die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands.

Die Schüler sollen durch die neue Unterrichtsform solidere Grundkenntnisse in Mathematik und Deutsch erwerben und ihre Sozialkompetenz stärken - lauter Pluspunkte bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz. Der Lernstoff wird nach Themen organisiert, nach einigen Wochen folgt eine Prüfung. Die Schüler bearbeiten zuerst ihren Pflichtstoff und können sich danach aussuchen, ob sie mit zusätzlichem Stoff ihren Horizont erweitern oder das, was sie noch nicht können, vertiefen. "So stellen wir uns individuelle Förderung vor. Wenn statt der Noten dann noch das persönliche Portfolio kommt, in dem der Schüler seine Leistungen dokumentiert, und wenn mehr jahrgangsübergreifend unterrichtet wird, sind wir auf dem direkten Weg zu der guten Schule, die der BEV seit langem fordert."


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