Ichenhausener Realschule nun "Hans-Maier-Realschule"

Ab 1. März 2009 wird die Schule den Namen "Hans-Maier-Realschule, Staatliche Realschule Ichenhausen" führen. Die Feier zur Namensgebung wird am 6. März 2009 stattfinden.

26.09.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Bereits im letzten Schuljahr hatte Schulleiterin Eva Gantner mit Professor Hans Maier Kontakt aufgenommen und ihn gefragt, ob er sich vorstellen könne, der noch jungen Schule seinen Namen zu verleihen. Sie begründete ihren Wunsch damit, dass er für die Schule in Ichenhausen eine Persönlichkeit sei, die sich einerseits in der Bildungslandschaft als Kultusminister über 16 Jahre große Verdienste erworben habe, und er gleichzeitig Ehrenbürger der Stadt Ichenhausen ist, also sowohl mit der Stadt als auch mit der Institution Schule enge Berührung habe. "Hans Maier hat sich stets für das Wohl der Schülerinnen und Schüler eingesetzt. Es freut mich sehr, dass er als einer von drei lebenden Personen als Na-mensgeber ausgewählt wurde", so Kultusminister Siegfried Schneider.

In Maiers Amtszeit fallen neben der Gründung des Schulmuseums in Ichenhausen auch die Aufwertung der Stadt durch die Erweiterung der Hauptschule, den Bau der Franziska-Ziehank-Dreifachturnhalle sowie die intensive Beschäftigung mit Aufgaben des Denkmalschutzes.

Die Schule schätzt Professor Maier "als Persönlichkeit, die stets ein offenes Ohr für die Sorgen der Schulen hatte, in vielen Veröffentlichungen Bildung und Erziehung immer ganzheitlich sah, stets Wert auf Herz- und Charakterbildung legte und vor allem in jedem Menschen auch das Gute gesehen habe, was der heutigen Schullandschaft eine wohltuende und warmherzige Betrachtungsweise verleiht", betont Schulleiterin Eva Gantner.

Damit, so die Schulleiterin weiter, entspreche Professor Maiers Einstellung auch der Vorstellung der im Schulprofil der Realschule Ichenhausen dargestellten Ziele, nämlich der Schaffung einer Schule mit familiärem Charakter und einem ganzheitlichen Ansatz mit der Einbeziehung der Eltern in die schulische Begleitung ihrer Kinder.

Maier sagte zunächst der Anfrage ab, da es im Allgemeinen üblich ist, eine Namensgebung posthum vorzunehmen.

Da aber per Gesetz seit längerer Zeit auch lebende Namensgeber möglich sind, freut sich die Schule umso mehr, dass Professor Maier nach einer längeren Bedenkzeit doch zugestimmt hat, was daran anschließend auch alle Gremien der Schule und der Landkreis Günzburg als Schulträger getan haben. In einem Schreiben von Professor Hans Maier an die Realschule heißt es: "Besonders freut es mich, dass eine Realschule die Initiative ergriffen hat, da doch zwei meiner Töchter eine Realschule besucht haben."


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden