Immer mehr Schulen in Sachsen ohne Rauch

Der Anteil der rauchfreien Schulen ist von 39% im Januar 2006 auf 62% im August 2006 gestiegen. Von 1498 Schulen sind 923 ohne Rauch. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Erhebung des Kultusministeriums. Damit rückt das Ziel von 75% bis Sommer 2007 in greifbare Nähe. Werden die 75% verfehlt, droht, laut Kabinettsbeschluss von 2005, ein gesetzliches Rauchverbot an allen öffentlichen Schulen in Sachsen.

08.09.2006 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Kultus

Regional gibt es große Unterschiede bei der Anzahl der rauchfreien Schulen. So kann der Regionalschulamtsbereich Zwickau rund 73% rauchfreie Schulen aufweisen, Chemnitz 70% und Dresden rund 68%. Im Regierungsbezirk Leipzig sind es rund 50% und im Bereich Bautzen rund 49%.

Berufsschulen haben es besonders schwer mit der Schaffung rauchfreier Schulen. Im Durchschnitt haben 60% der Schüler dort ein gefestigtes Rauchverhalten. Bisher hat es noch keine Berufsschule geschafft, das Kriterium "Rauchfreiheit im Schulhaus als auch auf dem Schulgelände" zu realisieren. Dennoch gibt es Berufsschulen die bereits über ein rauchfreies Schulgebäude verfügen. Bewährt haben sich außerdem Raucherinseln zum Schutz der Nichtraucher.

Die wichtigsten Gründe, die rauchfreie Schulen verhindern, sind unter anderem rauchende Lehrkräfte und technische Mitarbeiter, mangelndes Interesse und Passivität der Eltern gegenüber ihren rauchenden Kindern, verhaltensauffällige, schwer erreichbare Schüler sowie Schwierigkeiten im Gymnasial- und Berufsschulbereich, da Rauchen gemäß Jugendschutzgesetz ab dem 16. Lebensjahr gestattet ist. Die rauchenden Jugendlichen fassen das Rauchverbot als Eingriff in die Persönlichkeitsrechte auf.


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