In Bayern fällt wieder Unterricht aus
Aus ganz Bayern erreichen den Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV), Meldungen, dass es beim Einsatz der „Mobilen Reserve“ zu massiven Engpässen kommt. An vielen Schulen muss der Unterricht ausfallen oder müssen Klassen zusammengelegt werden und Lehrerinnen und Lehrer unzählige zusätzliche Überstunden leisten. BLLVPräsident Albin Dannhäuser forderte, schnell zu reagieren und die „Mobile Reserve“ personell und am Bedarf orientiert aufzustocken. Besonders drastisch ist nach Informationen des BLLV die Situation derzeit in Niederbayern/ Landshut. „Wenn Bildung höchstes Gut ist, muss dringend gegengesteuert werden“, erklärte Dannhäuser.
24.01.2007 Bayern Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.Lehrerinnen und Lehrer der „Mobilen Reserve“ vertreten Kolleginnen und Kollegen in der Regel im Krankheitsfall oder während eines Schwangerschaftsurlaubs. Wie das Kultusministerium zu Beginn des Schuljahres 2006/07 mitteilte, stehen derzeit für Grund- und Hauptschulen 2177 Lehrerinnen und Lehrer zur Verfügung, dies entspricht 4,8% des Lehrpersonals. Förderschulen können auf 196 Einsatzkräfte der Mobilen Reserve“ zurückgreifen, dies sind lediglich 2,7% der Sonderpädagogen. An Realschulen und Gymnasien gibt es keinen Ersatz - im Krankheitsfall muss dort der Unterricht oftmals ersatzlos ausfallen.
Da viele Kräfte der „Mobilen Reserve“ bereits zum Schuljahresanfang verplant sind, kommt es an vielen bayerischen Schulen regelmäßig vor allem in den Wintermonaten zu krankheitsbedingten Ausfällen. „Das kann die eine Region mehr, die andere weniger treffen“, erklärte Dannhäuser und erneuerte seine Forderung nach einer generellen Aufstockung der „Mobilen Reserve“. Die vom Kultusministerium geplante Aufstockung um 30 zusätzliche Kräfte bezeichnete er als zu wenig und definitiv nicht ausreichend.
In einem Schreiben einer niederbayerischen Stadträtin an das Kultusministerium heißt es u.a. wörtlich: „Es vergeht fast kein Tag, an dem nicht massive Beschwerden von Eltern an mich herangetragen werden, die darüber verärgert sind, dass zu wenig Ersatzkräfte einsatzbereit sind und ihre Kinder durch ausgefallene Stunden dadurch leiden müssen. Dabei werden oft Beispiele aus dem Schulalltag genannt, die einen in der Tat betroffen machen können.“
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