Individuelle Förderung in kleineren Klassen
Die Delegierten des Verbandes Deutscher Realschullehrer (VDR) aus Realschulen plus und Gesamtschulen haben in Bad Kreuznach über die Veränderungen des Schulalltags diskutiert.
24.08.2011 Pressemeldung Verband Reale BildungAus ihren Erfahrungen im dritten Jahr der Schulstrukturreform richteten sie ihre dringlichsten Forderungen an die Landesregierung:
1. Absenkung der Klassenmesszahlen in den Klassen 7 – 10 der Realschulen plus: Im Realschulzweig sollten höchstens 25 und in den Berufsreifeklassen bzw. –kursen höchstens 20 Kinder unterrichtet werden
Es ist nicht nachzuvollziehen, warum im schwierigen Alter der Pubertät beim Übergang von der Klasse 6 in die Klasse 7 der 2009 gestarteten Realschulen plus die Klassenstärke plötzlich wieder von 25 auf 30 steigen kann. "Nur bei akzeptablen Rahmenbedingungen kann der Anspruch auf individuelle Förderung realisiert werden", so der VDR-Landesvorsitzende Bernd Karst.
2. Absenkung der Unterrichtsverpflichtung der Lehrkräfte der Realschulen plus und der Integrierten Gesamtschulen auf 24 Wochenstunden
Individuelle Förderung in homogenen Lerngruppen erfordert einen wesentlich höheren Einsatz der Lehrkräfte. Ein Vergleich mit anderen Bundesländern zeigt, dass die wöchentliche Pflichtstundenzahl bei Schulen mit mehreren Bildungsgängen stets deutlich unter 27 Stunden liegt.
Hintergrund:
Derzeit liegt die Klassenmesszahl in der Orientierungsstufe der Realschulen plus bei 25, in den Kassen 7-10 aber bei 30 Schülerinnen und Schülern.
Die wöchentliche Unterrichtsverpflichtung der Lehrkräfte an Realschulen plus beträgt z.Zt. 27, an Gymnasien 24 Wochenstunden. Die in verschiedenen Untersuchungen ermittelte wöchentliche Arbeitszeit liegt jedoch in allen Fällen auch bei Berücksichtigung längerer Ferien über 42 Stunden.
Keine Kommentare vorhanden