INIS-Befragung aus internationalem Schulnetzwerk an 166 Schulen etabliert
Im "Internationalen Netzwerk Innovativer Schulsysteme" - kurz INIS genannt - arbeiten Schulen, Wissenschaftler und Bildungsexperten aus Kanada, Schottland, Norwegen, Neuseeland, Niederlande, Ungarn, Deutschland gemeinsam an der Entwicklung von Schulqualität.
29.12.2004 Pressemeldung Thüringer Kultusministerium"Aufgrund der Qualitätsentwicklungserfolge durch INIS erhalten weitere Schulen die Möglichkeit zur Projektteilnahme. Nach Ende der Ausschreibungsfrist im Dezember 2004 kommen nun weitere 84 Schulen - diesmal auch Berufsschulen - hinzu", so Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU). "Mit einer Teilnehmerzahl von insgesamt 166 Schulen gehört das Thüringer INIS-Projekt mit zu den größten Projekten zur systematischen eigenständigen schulischen Qualitätsentwicklung in Deutschland. Die große Zahl von Schulen, die sich freiwillig diesem Qualitäts-Check unterziehen, verweist auf eine besondere Aufgeschlossenheit der Thüringer Schulen gegenüber Qualitätsfragen. Ein zukünftiges Ziel muss allerdings darin bestehen, alle Thüringer Schulen in den Prozess der eigenverantwortlichen Qualitätsentwicklung einzubeziehen."
Das im Herbst 1997 mit Unterstützung der Bertelsmann Stiftung gegründete "Internationale Netzwerk Innovativer Schulsysteme" hatte es sich zur Aufgabe gemacht, den Informationsfluss und Know-how-Transfer zwischen innovativen Schulsystemen zu fördern und gute Beispiele der Unterrichts- und Schulpraxis, der Schulorganisation und des Bildungssystems auszutauschen. Diese internationalen Erfahrungen flossen in die gemeinsame Arbeit ein und ermöglichte den drei teilnehmenden Thüringer Schulen einen beeindruckenden Qualitätssprung. Aufgrund dieser guten Ergebnisse entschloss sich das Thüringer Kultusministerium, allen Thüringer Schulen die Möglichkeit zur Anwendung des Qualitätsmessinstruments zu geben. Um eine leichte Umsetzbarkeit sicherzustellen, entwickelten Fachleute und Praktiker gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität Jena ein effektives Verfahren, welches einerseits eine problemlose Abfrage von Schülern, Eltern und Lehrern, andererseits eine schnelle und verlässliche Rückmeldung der Ergebnisse an die Schulen ermöglicht.
In der ersten Phase ab 2004 nutzten 82 allgemein bildende Schulen dieses Angebot und erhielten im Juni 2004 - per Internet - ihren ersten Schulbericht. Dieser beinhaltet die Einschätzungen von Schülern, Lehrern und Eltern und stellt diese vergleichend gegenüber. Diese Darstellung zeigen schulische Erfolge, aber auch bestehenden Verbesserungsbedarf auf. Gegenwärtig nutzen alle Projektschulen diese Ergebnisse zur gezielten Weiterentwicklung ihrer Schulqualität, wobei das Spektrum von Unterrichtsqualität, dem Schulklima, der Anpassung von Informations- und Bewertungsstrategien bis hin zur verstärkten Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern reicht.
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