"Initiative Oberschule" wird ausgeweitet
Die "Initiative Oberschule" (IOS) kann an weiteren Schulen im Land Brandenburg umgesetzt werden. In Cottbus wurden heute in Gegenwart von Bildungsminister Holger Rupprecht weitere Leistungsverträge für die Durchführung von zusätzlichen Schulprojekten für den Schulamtsbezirk Cottbus unterzeichnet. Minister Rupprecht zeigte sich erfreut, dass damit weitere Schulprojekte im Rahmen von IOS beginnen können. "Die Stärkung der Oberschulen ist mir ein besonderes Anliegen. Diese Schulform hat es auch in der öffentlichen Wahrnehmung nicht immer leicht. Gerade für diese Schulen sind die aus dem Europäischen Sozialfonds zur Verfügung gestellten Projektmittel eine wichtige Unterstützung."
07.12.2007 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes BrandenburgDer IOS-Regionalpartner in Cottbus (Stiftung Sozialpädagogisches Institut, SPI, Niederlassung Brandenburg), die Bundesagentur für Arbeit, das Staatliche Schulamt Cottbus sowie die fünf beteiligten Schulen und ihre Projektträger vereinbarten folgende Projekte zur beruflichen Orientierung und Vorbereitung:
Im Niedersorbischen Gymnasium Cottbus werden den Schülerinnen und Schülern Berufsbilder und entsprechende Anforderungsprofile präsentiert. Partner der Schule bei diesem Projekt ist die FAA Bildungsgesellschaft mbH. In diesen Berufen, u.a. aus dem Bereich Hotel- und Gaststätten/Hauswirtschaft, Soziales und Pflege, Kosmetik/Körperpflege, Farbe und Raumgestaltung, Bau, Garten- und Landschaftsgestaltung, Lager und Handel, Wirtschaft und Verwaltung, können die Schülerinnen und Schüler erste praktische Erfahrungen sammeln.
- An der Ehm-Welk-Oberschule Lübbenau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) erhalten die Schülerinnen und Schüler in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsinstitut Mentil-Naumann vertiefte Einblicke in verschiedene Berufsfelder und können beim Bau eines "Klassenzimmers im Grünen" selbst aktiv werden, u.a. als Gärtner, Planer, Landschaftsgestalter, Bauarbeiter, Zimmerer.
- An der Oberschule Großräschen (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) lernen die Schülerinnen und Schülern der Klasse 8 verschiedene Berufsfelder des Handwerks kennen. Dabei sollen das Interesse an handwerklichen Berufen geweckt und Defizite bei der Ausführung praktischer Tätigkeiten ausgeräumt werden. Dazu sollen nicht nur praktische Tätigkeiten ausgeführt, sondern auch der Unterrichtsstoff etwa in den Fächern Mathe und Physik anhand praktischer Aufgabenstellungen gefestigt werden. Partner bei diesem Projekt ist die Akademie des Handwerks der Handwerkskammer Cottbus.
- An der Oberschule Calau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) erhalten die Schülerinnen und Schüler einen Berufswahlpass (BWP), der in kompakter Form alle notwendigen Materialien für die frühzeitige berufliche Orientierung bis hin zur Bewerbung um einen Ausbildungsplatz enthält. Mit dem Berufswahlpass wird im Unterricht, in Projekten und an außerschulischen Lernorten gearbeitet und der Pass wird in die individuelle Lernplanung, Lernentwicklung und Übergangsplanung einbezogen. Eltern, Betriebe, Berufsberater und Lehrkräfte erhalten einen Einblick in die Berufsorientierung und Berufsvorbereitung jedes Schülers und können so den Prozess effektiver begleiten. Partner bei diesem Projekt ist das Netzwerk Zukunft.
- An der Oberschule Elsterwerda (Landkreis Elbe-Elster) startet in Zusammenarbeit mit dem Institut für schulische und berufliche Bildung ein Projekt zur Berufsorientierung und Berufsberatung. Hier wird den Schülerinnen und Schülern geholfen, eine passgenaue Berufswahl zu treffen und sich auf Bewerbungen vorzubereiten.
Für den ersten Förderabschnitt bis Februar 2008 stehen den Oberschulen insgesamt rund 940.000 Euro zur Verfügung, davon kommen rund 75 Prozent (703.000 Euro) aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF), 25 Prozent stellt das Land in Form von Lehrerstellen zur Verfügung. Die Bundesagentur für Arbeit stellt darüber hinaus für die vertiefte Berufsorientierung weitere Mittel zur Verfügung, die ergänzend für IOS-Schulprojekte eingesetzt werden können.
Für die gesamte "Initiative Oberschule" stehen den rund 140 Oberschulen sowie einzelnen Gesamtschulen von 2007 bis 2013 knapp 26,7 Millionen Euro zur Verfügung. Rund 75 Prozent der Mittel (20 Millionen Euro) kommen aus dem ESF, den Rest stellt das Land in Form von Lehrerstellen zur Verfügung. Mit den Mitteln sollen die Schulen in Ergänzung zum Unterricht Konzepte entwickeln, um den Schülerinnen und Schülern bessere Schulabschlüsse zu ermöglichen, ihre Ausbildungsfähigkeit zu verbessern und Schlüsselkompetenzen zu erwerben. Die Maßnahmen erarbeiten sie auf der Grundlage ihres spezifischen Bedarfs mit einem geeigneten Angebotspartner und mit professioneller Unterstützung durch die drei IOS-Regionalpartner des MBJS. Dies können Vorhaben zum Erwerb von Schlüsselkompetenzen oder zur Berufsorientierung wie das Praxislernen sein. Zudem können die Schulen auch Beratungsangebote und Angebote zur Lehrkräftefortbildung in Anspruch nehmen.
Weitere Informationen gibt es unter: www.mbjs.brandenburg.de/sixcms/detail.php/bb2.c.406200.de
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