GEW Bremen:

"Inklusion finanzieren, statt beschneiden"

Die GEW fordert, die Entwicklung eines inklusiven Schulwesens als Staatsziel in den Schulgesetzen zu verankern und überzeugende Aktionspläne vorzulegen. "Die gestern der Bildungsdeputation vorgelegten Entwürfe für eine Rebuz-Verordnung und eine Änderung des Schulgesetzes weisen in die Gegenrichtung und konterkarieren die Vorreiterrolle Bremens, die so gerne betont wird", erklärt GEW-Landesvorstandssprecher Christian Gloede.

23.08.2013 Pressemeldung GEW Bremen

Statt die selektive Beschulung gerade von Kindern mit schwieriger Biographie wieder einzuführen, und weiter Stellen im Schulbereich zu streichen, müssten vor allem die Oberschulen wesentlich besser ausgestattet werden. Sie brauchten personelle Reserven um bei Problemen zeitweise kleinere Lerngruppen einrichten zu können. Daneben seien Fortbildungen und ein Unterstützungspool nötig, der Lehrerinnen und Lehrern und anderen pädagogisch-therapeutischen Fachkräften mit Beratung und praktische Unterstützung zur Seite stehe. "Auch ´verhaltensoriginelle´ Schülerinnen und Schüler müssen mit und von anderen Schülern lernen", so Gloede.

"Es war immer klar: Inklusion ist nicht zum Nulltarif zu haben. Sie kostet Geld." stellt Gloede fest, der darauf setzt, dass eine neue Bundesregierung nach der Wahl am 22. September Inklusion politisch und finanziell unterstützt.

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