Berlin

Interesse am Religions- und Weltanschauungsunterricht wächst

Die Teilnahme am freiwilligen Religions- und Weltanschauungsunterrichts in den öffentlichen und privaten allgemein bildenden Schulen ist im Verlauf der vergangenen 10 Jahren von 40,8 % auf 51,4 % der Gesamtschülerzahl gestiegen. Dies ist das Ergebnis einer entsprechenden Statistik, die die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung erstellt hat.

09.12.2010 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Im laufenden Schuljahr nehmen insgesamt 164.569 Schüler am freiwilligen Religions- und Weltanschauungsunterricht an den allgemein bildenden Schulen teil. Der größte Anteil entfällt mit 80.393 Teilnehmern (25,1 %) auf den evangelischen Religionsunterricht, gefolgt von 49.813 Teilnehmern (15,6 %) am humanistischen Lebenskundeunterricht und 25.021 Teilnehmern (7,8 %) am katholischen Religionsunterricht.

Während die Teilnahmequote in der Grundschule bei 75,6 % beträgt, liegt diese in der Sekundarstufe I noch bei 26,7 % und in der Sekundarstufe II bei 13,5 %. Im letzten Schuljahr vor Einführung des Pflichtfaches Ethik (2005/06) nahmen 25,9 % der Schüler in der Sekundarstufe I am Religions- und Lebenskundeunterricht sowie 3,6 % am Schulversuch Ethik/Philosophie teil.

"Die befürchtete Verdrängung des freiwilligen Religions- und Weltanschauungsunterrichts durch das Pflichtfach Ethik hat es nicht gegeben. Im Gegenteil: Auch die weiterführenden Schulen können eine Steigerung der Teilnehmerquoten an dem freiwilligen und zusätzlichen Unterrichtsangebot verzeichnen", so Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner.

Die stärkste Beteiligung am freiwilligen Religions- und Weltanschauungsunterricht gibt es mit 62,0 % im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, während sie im Bezirk Marzahn-Hellersdorf lediglich 31,8 % beträgt.

Im Vergleich zum vorhergehenden Schuljahr ist die Teilnahmequote nahezu unverändert geblieben. Beim humanistischen Lebenskundeunterricht gab es mit 0,3 Prozentpunkten den größten Zuwachs, während sie beim evangelischen Religionsunterricht um 0,4 Prozentpunkte sank.


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