IVL zur Bertelsmann-Studie: "Die Forderung nach mehr Ganztagsschulen ist eine Phantomdebatte"

Die Berichterstattung um die Durchsetzung eines flächendeckenden Ganztagsangebots nimmt die Interessenvertretung der Lehrkräfte in Schleswig-Holstein (IVL) mit einiger Verwunderung zur Kenntnis.

11.06.2012 Pressemeldung Interessenvertretung der Lehrkräfte in Schleswig-Holstein

"Landauf landab wird diskutiert, wie die im Wahlkampf von der Dänenampel versprochenen Lehrerstellen gegenfinanziert werden sollen und nun wird anscheinend eine längst erledigte Diskussion wiederbelebt", wertet IVL-Landesvorsitzende Grete Rhenius den Widerhall der Bertelsmann-Studie zum gebundenen Ganztag.

Angesichts der von Bertelsmann berechneten 310 Millionen Euro pro Jahr, die das "Lernen im gebundenen Ganztag" die öffentlichen Kassen in Schleswig-Holstein kosten würde, erscheinen diese Vorstellungen als völlig weltfremd: "Wer nicht einmal den Vormittag auskömmlich finanzieren kann, sollte nicht schon den Nachmittag verplanen!", so Rhenius weiter.

Nach Ansicht der IVL bietet das Land Schleswig-Holstein so viele und vielfältige Angebote am Nachmittag in Vereinen und Organisationen, sodass die Schulen sich auf Ihren Kernbereich konzentrieren könnten. "Dass dieses Vorhaben Probleme mit sich bringt, hatte doch schon die mangelhafte Umsetzung von G8 an den Gymnasien gezeigt", so Rhenius abschließend.

Den Ausbau der Ganztagschulen in Schleswig-Holstein hat sich die designierte Landesregierung laut Koalitionsvertrag zur Aufgabe gemacht.


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