Jugend forscht auf der Hannover Messe 2007

Fünf erfolgreiche Nachwuchswissenschaftler präsentieren ab heute ihre prämierten Projekte auf der Hannover Messe 2007. Die Jugend forscht Landessieger zeigen innovative Ideen zum Energiesparen am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in Halle 2. Das Ministerium präsentiert in diesem Jahr Projekte und Entwicklungen zu den Zukunftsthemen Energieeinsparung sowie Klimatechnologie und -forschung. Die Hannover Messe geht bis zum 20. April 2007.

16.04.2007 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.

Fridolin (15) und Isabella (18) Pflugmann von der Freien Christlichen Schule in Frankfurt haben ein spezielles Computerprogramm entwickelt, das den Stromverbrauch im Haushalt analysiert und zugleich konkrete Maßnahmen zum Energiesparen vorschlägt. Anstoß für ihr Forschungsprojekt war die Erkenntnis, dass mehr als ein Drittel des deutschen Stromverbrauchs auf Privathaushalte entfällt. Die Software der beiden Jungforscher hat sich bereits im Praxistest bewährt: Im Durchschnitt ließen sich in vier Haushalten 27 Prozent der Jahresstromkosten einsparen und der Kohlendioxidausstoß um etwa 540 Kilogramm pro Jahr verringern. Vor einem Monat errangen die beiden Nachwuchstalente den Jugend forscht Landessieg im Fachgebiet Arbeitswelt in Hessen.

In Hannover vertreten sind auch Fabian Winckler, Fabian Schreiber und Sebastian Igelmann. Die 18-jährigen Schüler vom Gymnasium Wolbeck in Münster waren in diesem Jahr im Fach Chemie beim Landeswettbewerb in Nordrhein-Westfalen erfolgreich. Auf der Messe stellen sie einen ebenso einfachen wie effizienten Ansatz zum Einsparen von Heizenergie vor. Die drei Nachwuchsforscher verpackten Paraffin – einen leicht schmelzenden Stoff – in kleine Kapseln und mischten diese in Baustoffe, die für die Wärmeisolierung von Hauswänden verwendet werden. Bei Sonneneinstrahlung gelangt die Wärme nicht direkt in den Wohnraum, sondern bringt stattdessen das Paraffin zum Schmelzen, das die Wärme speichert. Ist es abends dagegen kalt, kühlt der Innenraum nicht sofort ab, weil das erstarrende Paraffin die gespeicherte Wärme wieder abgibt.

Die beiden innovativen Projekte gehören zu 109 Arbeiten, die vom 17. bis 20. Mai 2007 beim 42. Bundeswettbewerb präsentiert werden. Für das Jugend forscht Finale haben sich in diesem Jahr insgesamt 189 Jugendliche qualifiziert. "Sie alle zeigen eindrucksvoll, dass wir in Deutschland über ein großes Potenzial an begabten, zielstrebigen und leistungsstarken jungen Wissenschaftlern und Erfindern verfügen", sagt Dr. Uta Krautkrämer-Wagner, Geschäftsführerin der Stiftung Jugend forscht e. V..

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